Politikbeitrag

ME/CFS: Alltag im Energiesparmodus

/ / Fotografie: Leon Eichelbaum / Ausstellungsansicht: Kati Schubin

Alltägliche Dinge wie Duschen, Kochen oder Zähneputzen sind für die meisten selbstverständlich. Für rund 620.000 Menschen in Deutschland gilt das jedoch nicht mehr. Denn Betroffene der Krankheit ME/CFS müssen genau abwägen, wie viel Energie ihnen für welche Aktivität noch bleibt.

ME/CFS zählt zu den Krankheiten mit der niedrigsten Lebensqualität überhaupt, berichtet die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS. Die neuroimmunologische Erkrankung greift mehrere zentrale Körpersysteme gleichzeitig an und umfasst weit mehr als das namensgebende Symptom chronischer Erschöpfung. Denn hinter Myalgischer Enzephalomyelitis / Chronischem Fatigue-Syndrom verbirgt sich ein komplexes Krankheitsbild, das den Alltag Erkrankter massiv einschränken kann. Mit Symptomen wie extremer Erschöpfung, Schmerzen in Muskeln und Gelenken oder starker Reizempfindlichkeit ist dabei ungefähr jede vierte betroffene Person größtenteils oder vollständig ans Bett gebunden. 

So auch Leon. Der 25-Jährige lebt seit drei Jahren mit sehr starken Symptomen von ME/CFS, die sich nach einer eigentlich erfolgreichen Behandlung von Lyme-Borreliose infolge eines Zeckenbisses entwickelten. Seitdem teilt er Einblicke in seinen Alltag auf dem Instagram-Account @leoneichelbaum und setzt sich über Texte und Fotografien für Aufklärung über ME/CFS und das Post-Lyme-Syndrom ein. 

Warum grundsätzlich jede:r an ME/CFS erkranken kann, wie sich die Krankheit bei Leon konkret äußert und was sich Betroffene neben angemessener Forschung am meisten wünschen, hört ihr in diesem Beitrag. M94.5-Redakteurin Luka Beck hat dafür mit Leon Eichelbaum und Max Schwarz von der Initiative LiegendDemo in München gesprochen.