Madison Cunningham im Technikum

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Am 22. Februar verwandelte Madison Cunningham bei ihrem Konzert das Technikum in München in einen Ort voller Wärme und musikalischer Feinfühligkeit. Unterstützt wurde sie dabei von Martin Luke Brown als Opening-Act. Der komplett bestuhlte Saal passte ideal zur erdenden und atmosphärischen Folk-Musik von Madison Cunningham. Dennoch ließ sich das Publikum nicht davon abhalten, sanft mitzuschwingen – und ebenfalls textsicher mitzusingen.

Intime Atmosphäre im Technikum München

Madison Cunningham eröffnete ihr Set am Klavier und wechselte im Laufe des Abends zwischen zwei Gitarren. Besonders beeindruckend: In der Live-Umsetzung klangen ihre Songs nahezu identisch zur Studioversion – vielleicht sogar noch intensiver. Sie spielte ihre Stücke in voller Länge, komplett live und ohne instrumentales Playback. Unterstützt wurde sie dabei von ihrem Bandkollegen Jesse Chandler, der unter anderem mit eindringlichen Flötenklängen für zusätzliche Klangtiefe sorgte.

Die Songs aus ihrem Album “Ace” sprechen viel von Heartbreak und Verlusten, aber ebenfalls vom Wiederaufbau eines Selbst. Diese Stärke und Zerbrechlichkeit zeigte Madison offen und furchtlos auf der Bühne. Für “Break the Jaw” spielte Madison Cunningham energisch und nahezu ein bisschen wütend auf ihrer Gitarre. Sie erzählte von dem Herzschmerz den sie durch ihre letzte Beziehung erfuhr.

“I put my weight in your arms and I fell right through
Put my weight in your arms and I fell
Weight in your arms and you let
Me fall right through”

Emotionen hochgeladen bei Madison Cunningham. BILD: Andre Foster

Opening-Act Martin Luke Brown begeistert Publikum

Sie hat sich auf der Bühne förmlich vor dem Publikum fallen und wieder auffangen lassen und sah dabei auch noch gut aus! Madison ist eine sehr begabte Künstlerin, die sich gerne sehr menschlich zeigt und eine Nähe zu ihrem Publikum schätzt. Ebenso spricht sie während ihres Konzerts Lob an den Support-Act Martin Luke Brown aus und untermalt ihre Sets mit amüsanten Anekdoten aus dem Tourleben.

Martin Luke Brown als Opener an seinem idyllischen Keyboard. BILD: Andre Foster

Waldromantik inmitten von München

Zusammen mit Jesse Chandler erschuf Madison Cunningham eine intime und zugleich kraftvolle Atmosphäre, die den gesamten Raum erfüllte. Madisons Stimme wirkte dabei erhaben und gleichzeitig nahbar. Schloss man die Augen, fühlte es sich an, als säße man mitten im Wald – sanft umhüllt von Musik, die gleichermaßen beruhigt und verzaubert. Madison Cunninghams Performance in München war ehrlich, emotional und technisch beeindruckend – ein Konzert, das noch lange nachhallt.