Konzertreview
KRAFTKLUB bringt die Olympiahalle zum Beben
Die Chemnitzer Band KRAFTKLUB hat im Rahmen ihrer “Sterben in Karl-Marx-Stadt Tour” Halt in der Olympiahalle München gemacht. Der Name der Tour bezieht sich auf ihr neues Album, das den Namen ihrer Heimatstadt vor der Wiedervereinigung trägt. Genauso wie sie ihre Fans in der Münchner Olympiahalle für ihr Konzert Wiedervereinigung haben.
Die Olympiahalle scheint wie gemacht für die Show und Klänge der Rap-Rock Band, die das Publikum für über 2 Stunden Non-Stop in Stimmung und Ekstase versetzt hat.
Zunächst Zweifel an der Location
KRAFTKLUB hatten bis dato die meisten München-Konzerte im Zenith in Freimann gespielt. Laut Sänger Felix Brummer machte Ihnen die Vorstellung der Stimmung in einer Halle mit Rängen und Sitzplätzen Angst. Aber beim Konzert in der Olympiahalle hat sich diese Angst als völlig unbegründet herausgestellt, denn die komplette Arena inklusive der Sitzränge, stand über das gesamte Konzert und machte bei jeder Einlage mit. Brummer, auch bekannt als Kummer, betonte, wie froh und überwältigt er ist, dass die Show in dieser Halle funktionierte. Das zeigte auch, wie viele Gedanken sich die Band über die Show, sowie die Locations und die Fans gemacht hatte.
Das Highlight der Crowd
Wie ein roter Faden hat es sich durch das ganze Konzert gezogen: “DÖP DÖP DÖP” hat das Publikum immer wieder skandiert. Die eingehenden Klänge aus dem Song Kippenautomat, den die Band an jenem Abend insgesamt 3-mal performte und das Publikum toben ließ. „Wir haben hier ein Monster erschaffen”, scherzte der Frontsänger, der sich über den ganzen Abend sehr gesprächig und nahbar in den Zuschauerrängen zeigte.

Das galt aber für die ganze Band, welche unter anderem zur Hälfte des Konzerts drei Songs auf einem Plateau mitten in der Halle performte, oder die Vorband „Lovehead” für ein Cover von „Since you been gone” von Kelly Clarkson auf die Bühne holte. Aber auch der Rest des Konzerts war ein einziger Energieschwall der Band, getragen vom Publikum und den unaufhörlichen Moshpits in der Halle.
Musikalisch allem Erhaben
Beginnend mit der Vorband „Lovehead,” welche mit ihrem Song „Erdnussallergie” einen der M94.5-Sommerhits 2025 gelandet haben, wurden von Sänger Felix selbst vorgestellt und schafften es, das Publikum mit energiegeladenem deutschem Indie einzuheizen. KRAFTKLUB machte im Anschluss genau da weiter und setzte sogar noch einen drauf. Songs wie „Malboro Mann” oder „Kippenautomat” aus dem neuen Album, sowie Klassiker wie „Schüsse in die Luft,” „Chemie Chemie Ya” oder „Ein Song reicht” füllten den Abend über zwei Stunden mit Songs zum Mitsingen, Tanzen und Springen. Geübte KRAFTKLUB- Konzertgänger:innen kennen bereits aus den verschiedensten Touren das Glücksrad. So gab es auch in der Olympiahalle am Freitagabend wieder einen glücklichen Fan, der sich den Song „500 K“ wünschte. Und sein Wunsch hat sich auch erfüllt. Den Konzertabschluss gab es dann mit „Songs für Liam”, das zur Begeisterung der Fans in ein Medley mit dem Song „Kippenautomat” geworden ist und den Abend perfekt abgerundet hat.
Selten hat die Olympiahalle solch eine kraftvolle Energie erlebt, die sich nun auf die weitere Tournee durch ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz begibt. Für vereinzelte Städte gibt es noch Tickets zu kaufen auf der Website der Band (shop.kraftklub.to).