Wie die Musik in unser Programm kommt

Mein Weg in den Sender

/ / Bild: Chris Fay

Um potentiellen neuen Musikredakteur*innen einen Einblick in die tägliche Arbeit der M94.5 Musikredaktion zu geben, hatten wir einen ganz besonderen Gast: einen Song aus unserer Rotation, der von seinen Erlebnissen im Sender berichtet.

Am Anfang war ein Song

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Am besten stelle ich mich erstmal vor: Mein Name ist „Coming To Get You Nowhere“ und ich stamme aus der Feder der Band This Is The Kit. Damit ihr mich im Programm von M94.5 hören könnt, bin ich extra aus Paris angereist, da lebt meine britische Familie momentan. Als ich das Licht der Öffentlichkeit im September dieses Jahres erblickte, habe ich gleich die Aufmerksamkeit der M94.5 Musikredaktion auf mich gezogen und plötzlich ging alles ganz schnell. Aber keine Sorge, ich erkläre euch alles Schritt für Schritt!

I choose you!

Unter anderem gegen diese starke Konkurrenz habe ich mich bei der wöchentlichen Umfrage durchgesetzt!

Bei M94.5 kommt ein Song, der einem*r Musikredakteur*in gefällt, zuerst in eine Spotify Playlist. Die hört dann die ganze Musikredaktion durch und in einer Umfrage wird später ganz demokratisch abgestimmt, was in die Rotation der jeweiligen Woche kommt. Die Konkurrenz ist hart und es gibt nur wenige Plätze: In die B-Rotation, in der Songs ein- bis zweimal am Tag laufen, schaffen es nur zehn von uns und in die A-Rotation sogar nur fünf. Ihr könnt euch also vorstellen, dass das sehr begehrte Plätze sind. Bei mir war die Entscheidung natürlich ganz klar, ich bin der geborene A-Song!

Gräbb me if you can

Hier hat alles seine Ordnung: so sieht mein Gräbb-Sheet aus.

Wenn man es dann in die Rotation geschafft hat, schlägt die Bürokratie zu: Die Person, die mich vorgestellt hat, musste sozusagen ein Anmeldeformular für mich ausfüllen, ein sogenanntes Gräbb-Sheet. Da wurden dann alle möglichen Informationen über mich festgehalten, damit man mich später auch gut wiederfinden und zuordnen kann. Von Name über Alter, Länge, bis Künstler*in und Genre wird hier alles gespeichert. Dann wird auch noch dafür gesorgt, dass wir programmtauglich sind. Das heißt, bin ich zu lang, oder habe zum Beispiel eine längere Pause in der Mitte, muss das von den Musikredakteur*nnen zurechtgeschnitten werden.

Ich finde selbst als Tonspur im Schnittprogramm mache ich eine gute Figur!

Alles will geplant sein

Dieses bunte Durcheinander wird zu einer durchdachten Stunde voller Musik – auch ich bin natürlich vertreten!

Als alle Formalitäten geklärt waren, wurde es ernst: Mein erstes Mal live On Air! Dafür musste mich nur noch eine*r der Musikredakteur*innen ins Programm einplanen. Denn jede Stunde Musik bei M94.5 ist Maßarbeit, jeder Song handverlesen und an die passende Stelle im Programm eingebaut. Ich war ganz schön aufgeregt, denn als A-Song läuft man ja nicht nur mehrmals, sondern auch noch an den prominentesten Stellen im Programm, wie in der täglichen Magazinsendung, der Hörbar am Nachmittag.

And the winner is…

Auf Instagram durfte ich ein wenig das Rampenlicht genießen!

Schließlich landen wir in einer oder mehreren Kategorien, die an den richtigen Stellen immer wieder mal ins Programm eingeplant werden. Ich zum Beispiel komme auf jeden Fall in die Jahreskategorie 2020. Es gibt aber auch noch weitere Aufstiegschancen für uns Songs bei M94.5. Ende der Woche und Ende des Monats ist die Aufregung hier immer sehr groß, denn die Wahl zum Album der Woche und zur Platte des Monats stehen an. Ich, naja also meine Album-Kollegen von Off Off On und ich, konnten das Siegertreppchen für das Album der Woche erklimmen! Deshalb machen wir uns große Hoffnungen, auch noch als Platte des Monats gekürt zu werden. Zum Jahresende wird es also nochmal besonders spannend, denn da werden die Jahrescharts gewählt!

Der Star der Sendung 

Es gibt auch noch eine andere Möglichkeit, besonders viel Sendezeit zu bekommen. Bei M94.5 gibt es verschiedene Musiksendungen und wenn ein Song spannend genug ist, wird er vielleicht als Gast in eine dieser Sendungen, wie den Plattenladen oder Der Gute Ton eingeladen. Da würden die Moderator*innen dann eine Stunde lang nur drüber sprechen, was für ein klasse Song ich bin. Okay, manchmal kommt vielleicht auch mehr als nur ein Song vor…Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen! 

Wir hören uns im Sender!

Ich hoffe ich konnte euch mit meinem kleinen Bericht einen spannenden Einblick in die Arbeit der Musikredaktion von M94.5 geben! Wie ihr seht, ist das Wichtigste bei diesem Sender natürlich die Musik, also wir Songs, aber ohne die Arbeit der Musikredakteur*innen würde auch aus uns nichts werden. Denn die sorgen mit spannenden Onlineartikeln, Interviews mit Musiker*innen sowie Beiträgen in unserem On Air-Programm dafür, dass wir überall gehört werden! Und weil wir Songs live besonders gut klingen, präsentiert M94.5 auch immer wieder Konzerte und Events von Künstler*innen abseits des Mainstreams – je nach Lage on- oder offline. Es gibt also ganz schön was zu erleben und zu lernen – für freshe Songs wie mich und auch für angehende Musik-Fresher*innen. Falls ich Euch begeistern konnte, bewerbt euch doch für die Musikredaktion!