Medientage München 2018

Rauchzeichen waren auch mal Social Media

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Ein Western-Saloon mit Bar, Bullriding und einem Moderator mit Cowboyhut und Schrotflinte: Nein, es handelte sich nicht um die berühmt-berüchtigte Westernstadt in Niederbayern, sondern um die 32. Medientagen in München. Sie fanden unter dem Motto „Engage. Shaping Media Tech Society“ statt. Das Thema „Wilder Westen“ begründeten die Veranstalter folgendermaßen: „Die Medienbranche mit Journalismus, Film, Games, Medientechnik, Medieninformatik und Medienmanagement ist nicht nur genauso wild wie der Westen.“ Dank Virtual Reality, Social Media, Künstlicher Intelligenz und Blockchain herrsche auch Goldgräberstimmung.

Bock auf Medien?

Drei Tage lang konnten sich sowohl zukünftige Medienschaffende und Ausbildungsuchende im Bereich Medien als auch interessierte Mediennutzer bei Medien- und Kommunikationsagenturen über Stellenangebote informieren. Dabei war der Mediencampus im Western-Stil gezielt auf junges Publikum aus Schülern und Studenten ausgerichtet. Der Bayrische Rundfunk sowie die MEDIASCHOOL BAYERN versuchten beispielsweise über einen Greenscreen junge Menschen mit der Fernsehmoderation vertraut zu machen. Weitere Infostände rund um die Aus- und Fortbildung im Bereich der Medien wurden angeboten.

Im MedienCampus fanden außerdem Podiumsdiskussionen statt: Dabei ging es zum Beispiel um die steigende Nachfrage nach Podcasts und wie sich diese im Vergleich zur klassischen Morning-Show im Radio behaupten. 

Die Podcaster „Die Sebastians“ bei der Podiumsdiskussion (c) M94.5

M94.5 vor Ort 

Live-Radio konnten die Besucher auch bei M94.5 bestaunen. Die Redaktion sendete mehrere Stunden live von den Medientagen, führte Interviews und probierte selbst einige der Angebote aus: 

Radio-Moderatoren Lukas Illig und Kira-Sophie Lorenz beim Live-Radio (c) M94.5

Ein Auto mit dem eigenen Gehirn steuern? Möglich war das beim Technologie-Unternehmen brainboost. Dort konnten die Messeteilnehmer kleine Rennautos allein mit ihrer Gehirnaktivität steuern. Brainboost möchte damit auf ihre Trainingsmethoden aufmerksam machen, womit sich unbewusste Abläufe im Gehirn regulieren lassen.

Virtual Reality 

Ein weiteres Highlight ist natürlich die Möglichkeit, Virtual Reality selber einmal ausprobieren zu können. Kopfhörer und Brille auf – und man befindet sich in einer anderen Welt. Egal, ob als Figur in einem Actionspiel  oder mitten in einem Orchester-Konzert, mit VR war das auf dem Mediencampus zumindest für ein paar Minuten möglich. 

Technisierung > Traditionelle Outlets? 

Obwohl Begriffe wie Virtual Reality, Blackchains und Machine Learning hier auf der Tagesordnung stehen, werden die traditionellen Medienoutlets dadurch aber nicht vernachlässigt. TV und Radio spielen immer noch eine wichtige Rolle in unserem Alltag und finden sich deshalb auch im Programm der Medientage wieder. Jedoch stellt die Technisierung eine große Veränderung dar, sodass die Besucher auch mit technischen Innovationen und deren Auswirkungen auf die Medienwelt und unsere Gesellschaft konfrontiert werden.