Illuminati Hotties Albumcover

PLATTE DES MONATS: OKTOBER '21

Illuminati Hotties – Let Me Do One More

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Unsere Platte des Monats ist das neuste Album der „tenderpunk-Pionierin“ Sarah Tudzin, aka Illuminati Hotties. Neben dem musikalischen Blending von Punk und Bedroom Pop ist das Album auch durch seinen Witz und seine Klugheit ein besonderes Projekt.

POOL HOPPING!

„Pool Hopping! Window Shopping!“ – das ist die Hook des ersten Tracks und Vorabsingle des neusten Albums von Illuminati Hotties Let Me Do One More. Damit bricht Frontfrau Sarah Tudzin bereits die Essenz vom Leben in LA herunter – eine auf den ersten Blick unbeschwerte Welt des Konsums, mit Sonne und Cocktails am Pool. Doch wie schon der erste Track sind Sarah’s Texte durch und durch ironisch. Let Me Do One More ist neben Introspektion auch ein Kommentar über ein Umfeld, das sich ein bisschen zu sehr an Oberflächlichkeiten orientiert und die wahre Schönheit der Stadt verkennt.

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Das Musikvideo zur Single “Pool Hopping”

TENDERPUNK

Für Sarah’s Musik ist es essentiell, sie als Ausdruck dessen zu sehen, was sie als Person ausmacht. Das ist auf der einen Seite der „Punk Ethos“, der Anforderungen der Gesellschaft und normierte Identität ablehnt. Doch diese Haltung, sagt Sarah, ist leider auch häufig mit Aggression verbunden. Um diesem Bild eine einfühlsame, sensible Seite entgegenzustellen – die dabei trotzdem noch Punk ist – findet sie für sich selbst die Bezeichnung „tenderpunk“. Damit ist Illuminati Hotties der offizielle „tenderpunk pionier“.

TOASTING A POPTART

Let Me Do One More ist ein Album, das beim Zuhören einfach Spaß macht. Von witzigen, ironischen Balladen wie „u v v p“ mit einem Feature von Country-Sänger Buck Meek, zu schnellen poppigen Songs wie „Pool Hooping“ sind viele sehr lebendige Tracks dabei. Ein Highlight ist beispielsweise die nur 37 Sekunden lange Interlude „Toasting“, die eine komprimierte, präzise und vor Allem witzige Bezeichnung von Sarah’s Persönlichkeit ist. „Toasting a Poptart and thinking of you, there’s a lot I’d rather do“. Durch solche scheinbaren Banalitäten fängt sie in Wahrheit die Komplexität und Tiefgründigkeit menschlicher Beziehungen ein.

PRODUKTION AUS EIGENER HAND

Was Let Me Do One More außerdem so besonders macht, ist die Produktion, die von Sarah selbst stammt. Die Musikerin ist nämlich in erster Linie Produzentin und Tontechnikerin. Dadurch war sie schon bei sehr bekannten Projekten beteiligt, wie zum Beispiel The Unruly Mess I’ve Made von Macklemore, Everybody von Logic oder  das selftitled Album von Slowdive. Mit mehreren Jahren Expertise als Produzentin und intensiven Austausch mit anderen Musiker:innen ist sie damit fähig, ihre eigene Musik als perfektes, rundes Projekt abzuschließen. Damit ist Let Me Do One More auf allen Ebenen eine verdiente Platte des Monats!

Let Me Do One More ist am 01.10.2021 über Snack Shack Tracks erschienen.