The Marble Man im Interview

Düster-Cineastischer Indie-Pop aus Traunstein

/ / Foto: Maria Dorner

Ein Film Noir mit Klängen gemalt- so lässt sich der Sound von „The Marble Man“ beschreiben. Das neue Album “Louisiana Leaf” ist am 9. Juli erschienen. Der Frontmann der Band, Josef Wirnsdorfer, war bei uns im Interview und hat uns über die Entstehung der neuen Platte erzählt.

Vom Soloprojekt zur fünfköpfigen Band

Seine Anfänge hatte The Marble Man noch als Soloprojekt des jungen Josef Wirnsdorfer, der mit 19 Jahren seine erste Platte “Sugar Rails” veröffentlichte. Spult man nun 14 Jahre vor, steht The Marble Man mit fünf Mitgliedern und dem 4. Album auf der Bühne. Vier der Fünf „Marble Men“ kennen sich schon seit Schulzeiten. Boris, das fünfte Mitglied, kam 2007 nach einem The Marble Man Konzert zu Josef an die Bar und fragte, ob denn nicht auch ein Bass schön wäre. “Und so kam das dann”, erzählt Josef.

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The Marble Man- „Pusher Street“

Ein Ginkoblatt in Kopenhagen

Für Josef Wirnsdorfer hat die Stadt Kopenhagen eine ganz besondere Bedeutung. Einer seiner besten Freunde wohnt dort, weswegen auch Josef oft Zeit in dieser Stadt verbringt. Das zieht sich auch durch die Songs auf dem Album. “Pusher Street” handelt von der gleichnamigen berühmten Straße in der Dänischen Hauptstadt. Aber auch der Titel des Albums “Louisiana Leaf” ist eng mit der Stadt verbunden. Lousiana ist ein Museum etwas außerhalb der Stadt. “Wir fahren da jedes Mal hin”, erzählt Josef. Im Garten des Museums fand Josef ein Ginkoblatt, welches er mit der Überschrift “Louisiana Leaf” in sein Notizbuch geklebt hat. “Das hat sich irgendwie stimmig angefühlt, die Platte so zu nennen”, erinnert sich Josef. “Außerdem bin ich ein Fan von Alliterationen”, fügt er hinzu.

Dixiklos und andere “Instrumente”

The Marble Man setzt bei der Produktion auf eher unkonventionelle Mittel. Neben Drums, Gitarren und Bass kamen die Tür eines Dixiklos, Windspiele und ein Geigenbogen auf der elektrischen Gitarre zum Einsatz. Neben der mächtigen Instrumentation wirkt der Gesang fast schüchtern, eingehüllt in düster, cineastische Sounds, die einen in neue Welten werfen. 


Der Prozess von der Entstehung bis zur Fertigstellung des Albums zog sich über fast acht Jahre. Josef Wirnsdorfer ist der kreative Kopf hinter der Band und brachte die “Skelette” der Songs zu den Bandproben mit, die die Band dann gemeinsam “mit Fleisch beworfen” hat, erzählt Josef.  Die Songs auf dem Album hatten teilweise zwei bis drei Versionen, bis schließlich die finale Version ihren Platz auf der Platte fand.

The Marble Man hatten am 22. Juli ihr Release Konzert für “Louisiana Leaf” und wir dürfen uns hoffentlich auf einige mehr freuen diesen Sommer.