Nicht nur Musiker

Die anderen 27er

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Etwas gruselig ist das ja schon: Janis Joplin, Jimi Hendrix, Kurt Cobain sind schon in jungen Jahren verstorben. Seit vier Jahrzehnten hält sich schon das mysteriöse Schlagwort „Club der 27“ in aller Munde.

Aber längst ist klar: Auch Nicht-Musiker sind davor nicht geschützt. Es wird also Zeit, auch ein paar der oft vergessenen Namen aus der Kunstszene zu nennen.

Superstar und Liebling der Kunstwelt

Einer der bekanntesten ist Jean-Michel Basquiat. Ein Popstar der Kunstszene. Basquiat war ein US-amerikanischer Graffitikünstler. Er wurde am 22. Dezember 1960 in New York geboren. Ab dem Jahr 1977 begann Basquiat mit der Graffiti-Malerei. Zu seinen Unterstützern gehörte der Maler Keith Haring und der Künstler Andy Warhol.

Mit Mitte 20 war Basquiat an der Spitze der Kunstwelt angekommen, aber sein Privatleben war bestimmt von seiner Heroinsucht. Er starb im Alter von 27 Jahren an einer Überdosis. Für einige Leute verkörpert sein rascher Aufstieg zum Erfolg und sein tragischer Tod ein Beispiel dafür, wie es in den 80er Jahren in der internationalen Kunstszene abging.

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Jean-Michel Basquait – Portrait des Graffitikünstlers

Der Kunst-Radikale

Den Fotografen Dash Snow traf ein ähnliches Schicksal. Er war ein US-amerikanischer Künstler, bekannt für seine Fotografie, Collagen und seine Installationen. Seine im New Yorker Untergrund entstandenen Polaroid-Aufnahmen gelten neben seinem Wirken in der Graffiti-Szene als Beginn seiner Karriere. Die sehr spontan wirkenden Aufnahmen zeigen Jugendliche beim Sex, Drogenkonsum oder als Teilnehmer inszenierter Gewaltorgien im öffentlichen Raum.

Dash starb an einer Überdosis Heroin in einem Hotel in Manhattan im Alter von 27 Jahren.

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Uma Thurmans Nephew: The Art of Dash Snow

Es ist nicht alles gold, was glänzt

Jean-Michel Basquiat und Dash Snow sind nur zwei Beispiele dafür, wie Drogen und Ruhm dem Menschen schadet. Nicht nur Musiker trifft es, die dem Druck häufig ohne Drogenkonsum nicht gegenüberstehen konnten. Es darf nicht in Vergessenheit geraten, dass auch Nicht-Musiker von Drogenkonsum und dem Druck des Business belastet sind. Denken wir also ab jetzt beim „Club der 27“ nicht nur an Musiker, sondern auch an weitere Künstler und natürlich auch an private Personen, die mit sich selbst und ihrem Leben in jungen Jahren zu kämpfen haben.