Ein Bild des Rappers CONNY

CONNY IM INTERVIEW

Deutschrap’s Manic Pixie Dream Boy

/ / Bild: Niels Freidel

Lyrisch und inhaltlich neue Geschichten in die Deutschrap-Szene bringen! Seine tiefgehenden Texte gespickt mit Gesellschaftskritik machen CONNYs Songs besonders. Im Interview mit M94.5 redet er über seinen neusten Release “Seifenblase”, den Songwriting-Prozess und Männlichkeitsbilder in unserer Gesellschaft:

CONNY im M94.5-Interview mit Steffi Schwab

In einer Seifenblase gefangen

In CONNYs neustem Song “Seifenblase” mit RAUM27 beschäftigt er sich mit Social Media Filterblasen und seinen persönlichen Erfahrungen damit, wie schwer es sein kann, aus der “selbst zusammen geklickten Welt” zu enkommen. Seine eigene Filterblase auch mal platzen zu lassen und sich auch mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen sei unglaublich wichtig, um nicht in einer eigener Bubble gefangen zu bleiben.

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Die Manic Pixie Dream Boy-Story

Seine Persona in den bisherigen zwei Alben ist eine Art Superhelden, der “Manic Pixie Dream Boy”. Warum dieser Name? Inspiriert wurde CONNY von einem Begriff aus der feministischen Filmkritik: Der sexistische Charaktertyp des “Manic Pixie Dream Girl”, eine Reduzierung weiblicher Charaktere auf das absolut Nötige, ohne tiefere Persönlichkeit. Fasziniert von der Bildhaftigkeit dieses Begriffes und mit dem Ziel sich mit Themen wie Geschlechterrollen und Männlichkeit auf den Alben auseinanderzusetzen, stand fest: Der Protagonist seiner Alben wird ein cleveres satirisches Spin-Off dieses Manic Pixie Dream Girls. Auf Volume 3 der Manic Pixie Dream Boy Trilogie können wir uns auch bald freuen: Das Album ist in Arbeit!

Bild: Niels Freidel

Ich hoffe sehr, dass Leute, wenn sie meine Musik hören, sagen: Okay cool, darin sehe ich mich wieder. Vielleicht ist das ein Männlichkeitsbild, das besser zu mir passt.

CONNY im M94.5-Interview

Hypermaskulinität? Muss nicht Sein!

Männlichkeit, Geschlechterrollen und Feminismus – Schlagwörter, die CONNY in seiner Musik oft thematisiert. Vor allem im Deutschrap Umfeld sind häufig hypermaskuline, toxisch-männliche Rollen und Bilder vertreten. CONNYs Emotionale Offenheit und Dekonstruktion von Genderrollen sind da eine gern gesehene Abwechslung. Aber: Auch CONNY hat nicht ausgelernt. Der Kampf des “Unlearning” von typischen gesellschaftlichen Männlichkeitsbildern und Geschlechterrollen dauert – wie er im Interview reflektiert.

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