Spielbericht

Topspiel im Dantestadion – Tabellenführer Dresden zu Gast bei den Munich Cowboys 

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Am achten Spieltag der German Football Liga treffen die Munich Cowboys auf die Monarchs aus Dresden. Die Ausgangslage verspricht Großes: Der erste der Division Nord (Dresden) trifft auf den zweiten der Division Süd (München).  

Dresden reiste mit breiter Brust in die bayerische Hauptstadt. Mit sieben Siegen in sieben Spielen sind die Ostdeutschen noch ungeschlagen. Ihr letztes Spiel liegt jedoch einige Zeit zurück. Ende Juni konnten sie die Potsdam Royals mit 24:22 knapp schlagen.  

Doch auch die Munich Cowboys müssen sich nicht verstecken. Mit einer Bilanz von 5 Siege zu 2 Niederlagen liegen sie im Moment auf Platz zwei ihrer Division. Niederlagen gab es nur gegen die ebenfalls ungeschlagenen Schwäbisch Hall Unicorns. In ihrem letzten Spiel gegen die Saarland Hurricanes konnten sie mit einem 33:6 kräftig Selbstvertrauen sammeln. Doch reicht es auch gegen die dominanten Dresdner? 

Klare erste Hälfte 

Die Cowboys starteten engagiert und hatten als erstes den Ball. Nach einigen vergebenen Laufversuchen und zu wenigen Yards Raumgewinn, mussten sie ihn jedoch schon wieder an die Dresdner abgeben. Durch die gut organisierte Abwehr der Monarchs war kaum ein Durchkommen. Nun war die Defense der Cowboys gefragt. Aber auch hier schien es, als ob die Dresdner einen Mann mehr auf dem Feld hatten. Die Münchner kamen immer einen Schritt zu spät. So ließen der erste Touchdown und die ersten Punkte für Dresden nicht lange auf sich warten.  

Dieses Bild zog sich durch die gesamte erste Hälfte. Die Münchner schafften es nicht, den Ball mal lang genug in ihren eigenen Reihen zu halten, um die Chance auf Punkte zu bekommen. Der einzige Lichtblick war ein Turnover Ende des zweiten Viertels. Aber auch diese Chance konnte München nicht nutzen. Im Gegenzug punkteten die Dresdner fröhlich weiter und die Cowboys mussten letztendlich mit einem klaren 0:28-Rückstand in die Pause gehen. 

Neustart in Hälfte zwei? 

Nach der Pause zeigten sich die Cowboys zunächst motiviert, dass sie sich mehr für Hälfte zwei vorgenommen hatten. Diese anfängliche Euphorie dauerte jedoch, wie schon im ersten Viertel nicht lange an. Der Münchner Punter kickte den Ball direkt in die Arme eines Dresdners und der ließ im Anschluss jeden Stopp-Versuch der Cowboys Defensive hinter sich, lief spektakuläre 90 Yards über das Spielfeld und bescherte den Monarchs den nächsten Touchdown. Spätestens ab da wurde das Spiel zu einer Macht-Demonstration der Dresdner.  

Herausragende Stimmung trotz schwacher Leistung 

Die teilweise katastrophale Leistung der Cowboys trübte die Stimmung auf den Rängen jedoch keineswegs. Bei wolkenlosem Himmel und sommerlichen 30 Grad waren die Anhänger der Münchner von Anfang an mit lauten Fangesängen dabei. Jedes First Down wurde kräftig gefeiert, als ob ein Touchdown erzielt wurde. Nach dem ernüchternden Start in die zweite Halbzeit wurde der allseits bekannte Klassiker Sweet Caroline im Dantestadion gespielt und jede:r einzelne sang lautstark mit.  

Erste Punkte für die Munich Cowboys 

52 Sekunden vor Ende des dritten Drittels war es dann so weit. Die Cowboys erzielten mit einem verwandelten Fieldgoal ihre ersten Punkte und verkürzten zu einem vorzeitigen 3:48. Im anschließenden Schlussviertel ließen es beide Mannschaften ruhig angehen. Der Sieg der Dresdner stand schon lange fest und so hatten die Sachsen keinen Grund mehr, alles auf dem Platz zu lassen. Zwei Minuten vor Schluss schafften es die Münchner dann auch, ihren ersten und einzigen Touchdown zu erzielen. Dieser wurde gebürtig von den ihren Fans gefeiert. Das anschließend verwandelte Fieldgoal war dann auch der Schlussakt des Spiels. Die Dresdner ließen die Zeit im Ballbesitz einfach runterlaufen, und so hieß das Endergebnis 10:48 aus Sicht der Cowboys.  

Ausblick 

Nun heißt es für die Münchner das Spiel gegen Dresden schnell zu vergessen und nach vorne zu blicken. Nächsten Samstag um 16 Uhr treffen die Münchner in Pforzheim auf die Wilddogs. Das Team aus dem Nordwesten von NRW steht mit einem Sieg mehr knapp vor den Cowboys in der Tabelle. München kann mit einem erfolgreichen Spiel zeigen, dass mit ihnen sehr wohl noch zu rechnen ist, im spannenden Kampf um die GFL-Krone.