Gamesreview

Yohoho ich bin ein Pirat (in 2026) – AC Black Flag Resynced im Test

/ / Bild: Ubisoft

Aye, ihr Landratten! Nach langem Warten aufm Kutter ist es endlich so weit: Das große Comeback meines liebsten Assassin’s Creeds! Assassin’s Creed Black Flag Resynced ist heute erschienen und ich konnte es bereits vorab testen. Warum ich finde, dass das Remake sehr gelungen ist, gibt’s hier!

Segel setzen ins Jahr 2013!

Assassin’s Creed IV Black Flag ist nicht nur eins der ersten Spiele, die ich jemals komplettiert habe, sondern bis heute mein absolut liebster Assassin’s Creed Teil. Deswegen könnt ihr euch denken, wie gehyped ich auf das jetzt erschienene Remake war. Assassin’s Creed Black Flag Resynced soll uns das beste des alten Teiles kombiniert mit moderner Grafik und Gameplay-Elementen geben und zusätzlich die Story erweitern. Ganz schön große Versprechen. 

Bild: Ubisoft

Die Karibik auf Hochglanz poliert

Das Offensichtliche vorweg: Das Spiel sieht fantastisch aus. Grade im Vergleich zum Vorgänger ist mir hier nochmal neu bewusst geworden, wie realistisch Videospiele inzwischen aussehen können. Das gilt für die Charaktere genauso wie für den Rest der Spielwelt. Ich bin mir sicher, dass die Karibik genau so aussieht, ganz bestimmt sogar. Ein kleines Manko: Manchmal sind in den Cutscenes die Gesichtsausdrücke der Charaktere ein bisschen viel. Das hat auf mich hin und wieder sehr uncanny gewirkt, ist aber wirklich Nitpicking. Die Musik geht natürlich genauso hart wie im Original. Auf hoher See lausche ich meinen Crewmitgliedern beim Singen von Shanties und im Kampf brettern mir Piratensongs um die Ohren.

Bild: Ubisoft

Aye Käpt’n, die Ruder fühlen sich besser an!

Sonst glänzt Resynced mit Quality-of-Life-Verbesserungen. Anders als im Original ist das hier ein Open-World-Spiel. Das bedeutet: Ihr könnt überall ohne Ladeunterbrechung hin. Das macht das Spielerlebnis deutlich angenehmer. Apropos deutlich angenehmer: Das Klettern fühlt sich viel flüssiger an als früher und auch das Kampfsystem hat ein Makeover bekommen. Es basiert immer noch viel auf Kontern und perfektem Ausweichen, aber wir können direkter angreifen und haben die Möglichkeit vier “Spezial-Moves” einzusetzen. Zum Beispiel können wir Gegner:innen die Beine wegziehen oder sie mit unserem Wurfpfeil an uns heranziehen. Die Neuerungen machen Kämpfe abwechslungsreicher, aber auch etwas leichter als im Original. Ein weiteres Upgrade haben die Ausrüstungsgegenstände bekommen. So haben sich verschiedene Schwerter und Pistolen im Original recht wenig unterschieden, hier haben sie jetzt eigene Fähigkeiten. Die Schiffsschlachten, für die Black Flag bekannt war haben ebenfalls Upgrades bekommen. So können wir mit den neuen Offizieren neue Schiffsangriffe lernen und generell fühlt sich das Gameplay flüssiger und moderner an.

Bild: Ubisoft

Segel ranholen, Offizier!

Neben Adéwalé, den wir von Anfang an an Bord haben können wir noch drei weitere Offiziere rekrutieren. Das Coole: Jede und Jeder kommen mit eigener Hintergrundgeschichte und Story Quest UND bringen uns neue Taktiken für den Schiffskampf bei. Grundsätzlich erweitert Resynced die Story und Lore vom Original um extra Story Quests am Ende und mehr Hintergrundinfos und Cutscenes zu Hauptcharakter Edward Kenways Vergangenheit. Außerdem: Die Animus-Quest ist jetzt keine langweilige Büroquest mehr, die euch aus dem Spielfluss wirft. Was genau sie ist, möchte ich noch nicht verraten, aber vor allem ist sie eins: Optional. Ihr könnt entscheiden wann bzw. ob ihr sie spielt oder nicht. Eine letzte Erleichterung fällt mir hier noch ein. Die damals super frustrierenden “Verfolgungs-Schleich-Quests”, die sofort nach Entdeckung scheitern, sind auch leichter geworden. Hier enden sie nicht, wenn ihr entdeckt werdet, sondern laufen einfach weiter. Auch sehr spaßig: Wir haben wieder eine eigene Insel, die wir upgraden und pflegen können, um mehr Upgrades und Waffen im Shop und Flottenplätze freizuschalten. Und an Bord werden wir jetzt von einem süßen Äffchen oder Kätzchen begleitet.

Bild: Ubisoft

Ist das was für Landratten?

Ich sage ja. Vor allem, weil sich hier dafür entschieden wurde NICHT den Rollenspielweg zu gehen, wie es bei den Assassin’s Creed Hauptteilen seit Origins der Fall ist. Das hier spielt sich wie früher. Ich hab’s jetzt ca. 20h gespielt und mich direkt in der Welt verloren. Hier ne Insel abschließen, oh da ist ne Sidequest und aha da kann ich noch ne Fregatte entern. Ich fühl mich auf einmal wieder wie 15, als Pirat auf hoher See.