Spielbericht
Kräftemessen der ganz Großen
Kurz vor dem Ende der Hauptrunde geht es für die Bayern nochmal richtig ans Eingemachte. Die Tabellenzweiten, Alba Berlin, sind bei ihnen im SAP-Garden zu Gast. Die Partie verläuft genauso ausgeglichen, wie es die Ausgangslage zu vermuten ließ. Am Ende gewannen die Bayern das Spiel mit einem 85:79 Sieg. Ein Spielbericht.
FC Bayern Basketball gegen Alba Berlin – das “el Clásico” des deutschen Basketballs. Zusammen haben die beiden erfolgreichsten deutschen Basketballvereine derBasketballbundesliga 8-mal in den letzten 12 Jahren gewonnen. Und auch diese Saison sind es wieder jene die bereits jetzt als große Favoriten für den Meistertitel feststehen. Am 1. Mai 2026 treffen sie für das Spitzenspiel der BBL zum 87. Mal aufeinander. Das Hinspiel konnte Alba mit einem Endstand von 67:61 für sich entscheiden, doch die Bayern werden das kaum so stehen lassen wollen. Mit einem Sieg gegen ihre direkten Verfolger würden sie sich nämlich bereits jetzt den ersten Platz der Hauptrunde sichern.
Kopf-an-Kopf von Anfang an
Und wie wichtig dieses Spiel für ihre Bayern war, haben auch die Fans im ausverkauften SAP-Garden verstanden. Von der ersten Minute an, feuerten sie ihre Mannschaft lautstark an. Ebenso energievoll waren auch gleich zu Beginn die Leistungen beider Teams auf dem Court. Während des ersten Viertels gab es nie einen größeren Abstand als 4 Punkte. Doch obwohl Alba defensiv sehr gute Arbeit leistete und sich in der ersten Hälfte des Spiels fast doppelt so viele Rebounds holte, als die Gastgeber, konnte sich die Heimmannschaft im Laufe des zweiten Viertels zwischenzeitlich einen Vorsprung von über 10 Punkten erspielen. Eine tragende Rolle spielte dabei Andi Obst, der drei Dreier in unter 2 Minuten verwandelte. Kurz vor der Halbzeitpause erholten sich die Berliner wieder und sicherten einen Zwischenstand von 42:37.
Schlagabtausch der deutschen Basketball Elite
Viel Verschnaufpause blieb den Teams nicht – nach einer kurzen Halbzeit ging der Krimi am 27. Spieltag der BBL in die nächste Runde. Alba kam hellwach zurück und spielte stärker als die Bayern. Die Berliner bauten sich so eine kurzzeitige 5-Punkte-Führung auf. Tonangebend dabei die Leistungen von Forward Moses Wood, der drei Dreier versenkte. Auch das Doppelpack aus Malte Delow, dem effektivsten Berliner Spieler des Matches, und Michael Rataj, baute den Vorsprung weiter aus. Dennoch schaffte es die Mannschaft von Cheftrainer Pedro Calles nicht, die Nase vorn zu behalten. Die Bayern hielten entgegen, fassten sich ein Herz und glichen zum Ende auf 56:56 aus.
Diesen Schwung nahmen sie mit in das letzte Viertel des Abends. Jenseits der Dreierlinie netzten sie einen Wurf nach dem anderen ein, während der Ball bei den Berlinern einfach nicht mehr reingehen wollte. Auch die letzte Aufholjagd eine Minute vor Schluss brachte ALBA keinen Gewinn mehr. Im Revier der Bayern erstickten Oscars da Silva und Justinian Jessup jeglichen Hoffnungsschimmer des Berliner Teams auf einen Sieg. Beide Teams gingen mit einem Endstand von 85:79 getrennte Wege.
Triumph für die Hausherren
Mit dem Sieg am Feiertag setzt der FC Bayern Basketball erneut sein Ausrufezeichen vor Beginn der Playoffs. So sichern sie sich für alle kommenden Playoff Rundendas Heimrecht und nehmen einen ordentlichen Confidence-Boost mit, für die restlichen drei Spiele in der Hauptrunde. Für die Alba Berlin geht es zurück in die Hauptstadt. Auf sie wartet am Sonntag das Ostderby gegen die Niners Chemnitz. Und auch im BMW Park herrscht am Sonntag wieder Stimmung, wenn der FC BayernBasketball auf RASTA Vechta trifft.