Spaß beim Gruseln
Warum lieben wir Horror?
Das ist vielleicht die Sternstunde des Horrors! Bei den Oscars 2026 hat der Horror-Film “Blood & Sinners” 4 Auszeichnungen bekommen! Aber auch Games-Fans freuen sich: Am 27. Februar ist das Horror-Game “Resident Evil Requiem” rausgekommen! Aber warum lieben wir so ein schreckliches Genre?
In Horrors gibt’s nichts lustiges, nur Blut, Morde und lautes Schreien… Aber man konsumiert sie trotzdem so gerne! Warum?
Es gibt viele Theorien dazu, meinte Herr Stefan Sonntagbauer. Er beschäftigt sich mit der Wissenschaft und Horror. Dazu macht er den Podcast “Dr. Horror”.
Zum Beispiel ist True Crime sehr populär, besonders bei Frauen. Damit könnte man sich für potenzielle Gefahrensituationen besser vorbereiten.
Es gibt auch den Gedanken, dass Menschen einfach das Spiel mit der Angst mögen. Und mit dieser Angst hat man viel Spaß, sagt Herr Mathias Clasen. Er ist Professor und Co-Direktor von “Recreational Fear Lab”, dem Forschungszentrum für Horror in Dänemark.
Es gibt natürlich Menschen, die Horror nicht mögen. Aber auch diese können Spaß bei anderen gruseligen Aktivitäten wie z.B. Achterbahnfahrten oder extremen Sportarten haben.
Wie wirkt Horror auf unsere Gesundheit?
Es gibt eigentlich Belege dafür, dass dieses Genre sehr gut auf unsere Gesundheit wirkt. Vor allem kann es unsere Stressresilienz stärken. Herr Sonntagbauer erzählt auch von einer Studie, die zeigt, dass Horror-Fans die Corona-Pandemie besser überstanden haben.

Herr Sonntagbauer hat auch beobachtet, dass es einigen Leuten wirklich hilft, sich besser in realen Gefahrensituationen zu verhalten.
Auch Herr Clasen sagt, dass wir durch Horror mental stärker werden.
Aber es gibt Vorteile nicht nur für die Psyche, sondern auch für die physische Gesundheit. Es kann sein, dass Horror gesunde Auswirkungen auf das Immunsystem haben kann.
Es gibt allerdings auch Meinungen, dass dieses Genre auch negativen Folgen bringen kann. Zum Beispiel, können sie zu Alpträumen führen (und das stimmt!) oder Trigger auslösen. Natürlich reagiert jede:r darauf individuell. Hier sollte man auf sich aufpassen und mit diesem unangenehmen Genre vorsichtig sein, besonders wenn man Probleme hat oder sich allgemein unwohl fühlt.
Aber positive Seiten existieren auf jeden Fall! Und wenn ihr euch bereit fühlt, probiert es gerne aus!
Wie sollte man in Horror “einsteigen”?
Wenn ihr dieses Genre schon seit langem ausprobieren wollt, aber viel Angst habt, dann gibt es noch Tipps, wie ihr sanfter einsteigen könnt!
Bevor ihr anfangt etwas zu lesen, zu hören oder zu schauen, solltet ihr in einen gemütlichen Raum gehen. Ein ruhiges und gut beleuchtetes Wohnzimmer ist auf jeden Fall besser als ein dunkler Keller! Ladet gerne eure Freund:innen ein, damit die Atmosphäre auch entspannter wird. Zusammen werdet ihr ein besseres Erlebnis haben. Vielleicht werdet ihr nicht nur euch gegenseitig beruhigen, sondern auch lachen und unlogische Stellen finden!

Noch ein Tipp: fangt mit etwas leichterem Content an. Vielleicht findet ihr etwas, was auch für Kinder passen würde. Der Schreck ist in diesem Fall nicht so stark wie bei richtig blutigen Inhalten. Und wenn ihr bereit seid, könnt ihr anschließend weitergehen.
Wichtig ist auch, dass ihr mit der Zeit herausfindet, was euch gefällt. Experimentiert damit, was euch Spaß macht und was nicht. So könnt ihr auch verstehen, was euch zu wenig oder zu viel Angst macht (und ob ihr Horror überhaupt mögt!). Und irgendwann werdet ihr die perfekte Balance finden!
Vielleicht habt ihr jetzt Bock auf etwas Horror-isches! Und wir hoffen, diese Tipps werden euch auch sehr helfen! Viel Spaß beim Gruseln!