Cults im Interview

VON DARK NEW YORK AESTHETIC ZU CRAZY COTTON CANDY DRESS

/ / Bild: Maxwell Kamins

Das Indie-Duo Cults spricht im Interview mit M94.5 über seinen drastischen Look-Wechsel und Tipps für Nachwuchsmusiker:innen.

Ein erstes Treffen auf einem Konzert. Ein Trip nach San Francisco. Zusammen nach New York ziehen. Studieren und Musik machen. Ein halbes Jahr später die erste Single veröffentlichen. Kommt euch wie eine Rom-Com vor? Es ist aber die Geschichte der Band Cults.

Das US-amerikanische Indie-Duo mit Brian Oblivion und Madeline Follin ist seit 2010 im Musikgeschäft. Der Sound der beiden klingt wie ihre Biografie: schräg, etwas romantisch und definitiv nach American-Roadtrip-Melancholie. Madelines hohe Stimme und die elektronisch-rockigen Ideen kreieren das Gefühl vom Leben in einer Parallelrealität.

Im Interview mit M94.5 erzählen die beiden, wie sie Lieder schreiben, warum ein Freund aus Los Angeles einen ganz neuen Style für sie geschaffen hat und welche Tipps sie jungen Musiker:innen mit auf den Weg geben.

„The lyrics really always pretty much come last”

Was ist das Rezept zum musikalischen Erfolg? Manche sagen, es seien einschlägige Liedtexte, wieder andere sind sich sicher, die Melodie müsse Ohrwurm-Potenzial haben. Madeline meint: „I need the vibe first“.

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Das Musikvideo zu Trials aus dem zuletzt erschienenen Album Host

“Alright, good, let’s change it”

Sobald dann das Lied geschrieben ist, wartet bereits der nächste Arbeitsschritt: Das Produzieren eines Musikvideos. Mithilfe eines befreundeten Produzenten aus Los Angeles entstehen die Musikvideos zu den neuen Songs A Low und Trials im Sommer 2020 komplett coronakonform via Facetime – Madeline sitzt dabei vor einem Greenscreen.

Brian berichtet von ihrem Imagewandel durch den Produzenten: „He sent me the screenshots of her in this crazy cotton candy dress with like rainbows in the background. He said we come a long way from the 2010 dark New York aesthetic, and I was like: Alright, good, let’s change it.” Das kunterbunte Paralleluniversum aus rosa Wolken und Lollipops im Video steht im Kontrast zu den düsteren Lyrics.

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Das Musikvideo zu A Low aus dem Album Host

„Never stop writing songs”

Das empfiehlt Brian jungen Musiker:innen. Auch Madeline stimmt zu. Es gebe keinen anderen Weg, als so viele Songs wie möglich zu produzieren und nicht bei alten Liedern hängen zu bleiben. Dem Duo passiert es immer wieder, dass manche seiner Songs erst Jahre nach ihrer Veröffentlichung eine Art Renaissance erleben und von den Fans Aufmerksamkeit bekommen.

Madeline erinnert sich, wie sie Unsicherheit und Nervosität verspürt hat im Umgang mit der Meinung anderer zu ihren Texten und Liedern. Heute macht ihre Band einfach alles, worauf sie Lust hat. Vielleicht liegt darin die Formel zum Erfolg?

Solange Brian und Madeline aufgrund der Pandemie „stuck in New York“ sind, werden sie ihre Energie in das Produzieren von neuer Musik stecken. Das Ziel: „Hopefully putting out another group of songs sometimes soon.“ Diese sollen dann auch in München live zu hören sein, sobald die kreative Schaffensphase im Lockdown beendet ist.