Wie geht's eigentlich...

…SPARKLING?

/ / Bild: écoute chérie

Das Kölner Trio SPARKLING befindet sich auf internationalem Vormarsch. Nachdem sich Leon, Levin und Luca schon im frühen Stadium durch Deutschland, Frankreich und Belgien spielen konnten, folgte mit dem Release ihres Debütalbums die Einladung nach England zu Jack Saunders‘ Indie-Radioshow. Für diesen Festivalsommer planten sie sogar den Sprung über den großen Teich, doch dann funkte Corona dazwischen. Die Brüder Levin und Leon haben uns im Interview erzählt, wie sie trotz Quarantäne über die Grenzen Deutschlands hinweg vernetzt bleiben.

M94.5: Als wir uns das letzte Mal im Dezember gesprochen haben, war eure erste Headlinetour fast vorbei und ihr habt von einem kleinen Höhenflug gesprochen. Was ist seitdem passiert und wie lange hat der Höhenflug angehalten?

Leon: Nach unserer Europa-Tour fing eigentlich schon direkt das neue Jahr an mit einem Remix von Digitalism zu unserem Track „We Don’t Want It“, der erste Remix, der je von einem unserer Songs gemacht wurde. Der Höhenflug hielt also bis zu den ersten Corona-Absagen an.

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SPARKLING – „We Don’t Want It“

Damals habt ihr angekündigt, dass ihr mit eurem Debütalbum I Want To See Everything noch weiter touren wollt, z.B. im Sommer auf Festivals und dabei zum ersten Mal auch in den USA. Wie haben sich diese Pläne durch Corona verändert?

Leon: Wenige Tage bevor wir nach Amerika fliegen sollten, um beim SXSW Festival in Austin, Texas zu spielen, wurde das Festival wegen Corona abgesagt und ein paar Tage später kam die Einreisesperre. Danach wurden Schlag auf Schlag jeden Tag weitere Festivals, auf denen wir spielen sollten, in Europa abgesagt. Das war schon sehr weird. Aus zwei Monaten durch die Welt touren wurden zwei Monate (oder wie lange es halt noch dauert) zu Hause sein.

Ihr bezeichnet euch als eine „europäische“ Band, legt großen Wert auf eure Freundschaften und Kontakte innerhalb Europas. Wie schafft ihr es zur Zeit, diese Kontakte aufrecht zu erhalten?

Leon: Wir haben Anfang April ein neues Musikvideo zu unserer Single „Alive“ veröffentlicht. Das Video haben wir in Paris zusammen mit dem befreundeten Fotografen-Duo écoute chérie gedreht. Da war es noch möglich nach Paris zu fahren. Bei dem Dreh kamen die ganzen Festivalabsagen rein. 

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SPARKLING – „Alive“

Wir sind in ständigem Kontakt mit Freunden oder unserer Crew in Frankreich, England und Belgien. Hauptsächlich über Skype oder Telefon. Bei denen sind die Regeln deutlich strenger als hier.

Inwiefern hat das Virus sonst auf euch als Band Einfluss genommen? 

Levin: Alles wird viel digitaler, der Kontakt durch Social Media zu unseren Followern wird noch wichtiger, weil wir nicht mehr live spielen können. Außerdem auch der Kontakt unter uns in der Band. Es findet eigentlich alles über Skype statt.

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SPARKLING im Skype-Gespräch mit Hiro Ama

Fakt oder Mythos: Als Künstler*in ist man in Quarantäne besonders produktiv.

Levin: Ich finde es eher ein Mythos. Klar, gewisse Isolation kann zur besseren Konzentration führen, aber ob das jetzt genau in dieser Situation zutrifft, weiß ich nicht.

Eure Tipps für die Quarantäne-Zeit: Lieblingsbuch, -album, -serie, -spiel, -essen, -workout, …?

Levin: Die Doku über Grace Jones Bloodlight And Bami, das neue Album von King Krule Man Alive! und die Doku Hands On A Hard Body.

Was sind eure Pläne für die Zeit nach der Pandemie?

Leon: Live spielen!