Social-Media-Sucht
Weniger Zeit mit Social Media! Traum, aber wie?
Soziale Medien sind ein Teil von unseren Leben. Und bei einigen so ein Großer, dass sie fünf oder mehr Stunden am Tag mit Scrollen verbringen. Die “Social-Media-Sucht” ist für manche eine richtige Katastrophe. Man will sie bekämpfen, hat schon Vieles ausprobiert… und es hilft aber nichts!
Was kann man noch tun? Hier findet ihr ein paar Tipps, die ihr noch versuchen könnt!
Warum sollte man Social Media für sich einschränken?
Man hört schon sehr oft, was Soziale Medien mit uns machen. Und wir spüren das auch: Kürzere Konzentration bis zur richtigen Social-Media-Sucht! Aber was passiert, wenn wir die Zeit damit einschränken?
Über ein paar Vorteile hat uns die Frau Andrea Hartinger erzählt. Sie leitet die Lifebalance Coach Academy in Landshut.
Ohne ständige Unterbrechungen können wir uns nämlich wieder länger auf eine Sache konzentrieren und fokussieren. Viele von uns merken, dass sie produktiver sind. […] Die Aufmerksamkeitsspanne stabilisiert sich, die Noten können sich wieder verbessern.
Andrea Hartinger im Interview für M94.5
Noch ein Punkt – wir sind weniger gestresst. Das ständige Scrollen überflutet uns mit neuen Informationen, was unser Gehirn stresst. Wenn wir aber die Zeit in sozialen Medien einschränken, können wir uns besser entspannen und erholen.
Auch wichtig – man kann besser schlafen. Das blaue Licht unserer Bildschirme beeinträchtigt die Produktion des Schlafhormons Melatonin, was Schlafprobleme mit sich bringt.
Und allgemein gesagt, haben wir mehr Zeit! Wir können zum Beispiel zu alten Hobbys zurückkommen oder neue ausprobieren. Außerdem haben wir mehr Zeit für die Familie und Freund:innen und für andere Sachen, die uns glücklich machen!

Tipps, um weniger Zeit mit Social Media zu verbringen
Das Erste, was man tun muss – man muss weniger Social-Media-Zeit wirklich wollen. So sagt Frau Ines Felicitas Rittner – die Gründerin der Digital Detox Akademie.
Wenn wir das nämlich nicht einschränken möchten, setzt uns das total unter Druck. […] Es triggert und wir machen das Social Media auf und es wird Dopamin ausgeschüttet.
Ines Felicitas Rittner im Interview für M94.5
Es ist wichtig, diesen Kreis bewusst zu unterbrechen. Dafür muss man verstehen, dass man die sozialen Medien nicht mehr so wie jetzt nutzen will.
Für die Zeit, die “befreit” sein soll, könnte man Alternativen suchen. Zum Beispiel, kreativ werden und was basteln oder kreieren. Oder ihr könnt spazieren gehen, vielleicht auch mit Freund:innen! Oder ein neues Hobby ausprobieren oder einen Kurs besuchen… Macht das, was euch richtig Spaß macht! Und vielleicht wird TikTok danach nicht mehr so interessant?
Noch ein Tipp von der Frau Hartinger – das Handy auf den Schwarz-Weiß-Modus einzustellen.
Denn ohne bunte Reize wirken Social-Media-Apps plötzlich total langweilig. Also es lohnt sich, das auf jeden Fall auszuprobieren.
Andrea Hartinger im Interview für M94.5

Frau Rittner sagt auch noch: “Finde dein Warum hinter dem Warum”. Man weiß, warum wir in die soziale Medien gehen. Aber was ist hinter diesem “Warum”?
Versteckst du dich? Brauchst du eine Bestätigung, weil du in Social Media bist? Hast du Langeweile? Warum lässt du das zu? Was ist dein Warum? Warum schenkst du fünf Stunden einer Company aus Silicon Valley? Du kannst es doch auch dir schenken, um vielleicht eine Sprache zu lernen oder eine Firma aufzubauen.
Ines Felicitas Rittner im Interview für M94.5
Und vielleicht kann man so die wahren Gründe finden, warum man so viel Zeit mit Social Media verbringt. So wird es auch einfacher, sie zu bekämpfen.
Am Anfang kann es natürlich schwierig sein, die Hand wird automatisch aufs Handy greifen. Damit muss man aber nicht allein kämpfen, ihr könnt auch zum Beispiel eine “Challenge” mit euren Freund:innen organisieren! Wenn ihr aber nicht weiter kommt, sucht euch Hilfe von Expert:innen.
Viel Erfolg auf dem Weg zurück ins “Offline”!