M94.5 Filmkritik

EndZeit

/ / Foto: Leah Striker (Grown Up Films/ZDF)

Basierend auf einer Graphic Novel entsteht mit diesem deutschen Horror-Zombie-Film der zwischen Jena und Weimar spielt ein irgendwie anderes Kinoerlebnis. Einerseits sieht EndZeit erstaunlich gut aus, andererseits überzeugt keine Darstellerin in ihrer Rolle. Für den Zuschauer stellt sich nur eine Frage: Was zum Zombie schaue ich mir da gerade an?

Deutschland, Thüringen, irgendwo zwischen Weimar und Jena. Vivi und Eva sind zwei der wenigen Überlebenden der weltweiten Zombie-Apokalypse. Gemeinsam kämpfen sie sich durch Natur, verlassene Häuser und Horden von Untoten. Während Vivi verzweifelt nach ihrer kleinen Schwester sucht, muss Eva mit ihrem Image als furchtlose Zombie-Jägerin klar kommen.

Aber wie konnte es überhaupt so weit kommen? Vor zwei Jahren überrannten aus unerklärlichen Gründen Zombies die Erde. Seitdem gibt es – ebenso aus unerklärlichen Gründen – weltweit keine sicheren Orte mehr außer den zwei Städten in Thüringen.

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Zwischen Jena und Weimar: Zombie-Apokalypse im Trailer zu „EndZeit“

Ein Statement – aber wofür genau?

Jede wichtige Position des Streifens ist von einer Frau besetzt: Hauptrollen, Regie, Drehbuch, Kamera, Casting, Musik, Schnitt, Produktion und so weiter. Die Regisseurin Carolina Hellsgård setzt zwar so zwar ein Zeichen, dennoch ändert das nichts an dem Film selbst. EndZeit will so viele Messages rüberbringen, dass am Ende eigentlich nur noch ein müdes Lächeln gefolgt von einem Kopfschütteln übrig bleibt. „Achtet mehr auf euch!“, „Zeigt euren Liebsten, wie lieb ihr sie habt!“ und „Schützt den Planeten, die Natur und die Umwelt!“ sind nur die Hauptaussagen des Horrorfilms.

Anstrengende Darstellerinnen, tolle Aufnahmen – keine gute Kombi…

Die beiden Hauptdarstellerinnen nerven den Zuschauer trotz der kurzen Laufzeit von nur 90 Minuten und überzeugen leider überhaupt nicht in ihren Rollen, was es schwer macht dem Film zu folgen. Auf der anderen Seite wurden tolle Locations in der Natur Thüringens ausfindig gemacht, um authentische Szenen filmen zu können. Doch das reicht nicht. Wenn die Handlung bereits so weit hergeholt ist, dass der Zuschauer bereits diese anzweifelt, sollten weitere Aspekte des Films überzeugen – was sie nicht passiert.

Mehr Fokus auf die dargestellten Personen, logischeres Vorgehen und erzählen der Handlung und sowie weniger erzwungene Horror-Elemente hätten EndZeit gut getan. Vielleicht beim nächsten Mal, wenn die Zombie-Apokalypse zwischen Starnberg und Herrsching stattfindet.

„EndZeit“ erscheint am 22. August in den deutschen Kinos.