Polizei auf Social Media

Die Polizei geht viral

/ / Quelle: @PolizeiMünchen / Twitter

Für Polizeibeamte ist das Internet seit einiger Zeit kein Neuland mehr. Allein das Münchner Polizeipräsidium hat über 250.000 Likes auf Facebook und 450.000 Follower auf Twitter. Sechs fleißige Social-Media-Helferlein kümmern sich hier um die Online-Präsenz. Instagram-Fame hat vor allem die Berliner Polizei. Die haben wirklich alles was man braucht: crazy Community-Aktionen, Instagramstories von der Streife und natürlich Nachwuchs-Recruiting.

Polizist in Love

Letzte Woche haben sie es allerdings ein bisschen übertrieben. Am Dienstag landete folgender Aufruf in der Instagram-Story:

Quelle: @polizeiberlin / Instagram

So richtig süß fanden diese Aktion aber die wenigsten. „Unprofessionell“, „übergriffig“ und „vertrauensmissbrauchend“: nur einige der Kommentare zu dieser Insta-Story. Ob sich Frauen in Zukunft Gedanken machen müssen, wenn sie private Daten an die Polizei weiter geben? Bis jetzt hat sich die Polizei Berlin nicht weiter dazu geäußert.

Twitter, dein Freund und Helfer

332 Social Media Profile werden laut einer Umfrage des Medienmagazins Zapp von der Polizei genutzt. Den direkten Kontakt zu Bürger*innen nutzt die Polizei nach eigenen Aussagen vor allem um Fragen zu aktuellen Geschehnissen zu klären und so auch Angst und Vorurteile zu vermeiden. Dadurch versucht sie die Veröffentlichung von ermittlungsrelevanten Fotos oder Informationen durch private Social-Media-Nutzer zu vermeiden. Denn theoretisch kann niemandem verboten werden, etwas zu kommunizieren, das er gesehen hat. Trotzdem, so Sascha Braun, Justiziar der Gewerkschaft der Polizei, sollten Nutzer einfach ein bisschen nachdenken, bevor sie etwas posten. Außerdem haben auch Beamte das Recht am eigenen Bild, was nicht außer Acht gelassen werden sollte.

Für die Polizei geht es auch darum, ein gewisses Image aufzubauen und das Berufsbild für den Nachwuchs attraktiver zu machen. Außerdem hilft es bei Personenfahndungen, eine große Menge an Menschen zu erreichen und die sind nun mal auf Facebook, Twitter oder Instagram aktiv. Wer Lust hat ein paar (amüsierende) Glanzleistungen der Münchner Polizei nochmal anzusehen, kann bei The Best Social Media vorbei schauen. Hier geht’s unter anderem um Avocadobomben und Wiesnberichterstattung.