M94.5 Filmfabrik

Der Film steht auf Pause

/ / Bild: © Universal Pictures International Switzerland

Corona beherrscht momentan fast überall das Leben. Seit der Schließung der meisten Einrichtungen für Freizeitaktivitäten versuchen viele Menschen, die ganze freie Zeit mit Netflix und Co. zu überbrücken. Doch während die einen überlegen, was sie als nächstes schauen könnten, fragen sich die anderen, wann sie wieder auf Nachschub hoffen können.

Viele Filmstarts wurden nach hinten verschoben, oft auf unbestimmte Zeit. Grund dafür sind entweder die Angst, momentan nicht genug Geld einzunehmen durch die vorübergehende Schließung der Kinos. Oder dass momentan weder Pressetouren noch Werbeveranstaltungen möglich sind. Der erste bekannte Fall war die Verlegung des neuen James Bond Filmes No time to die, dessen Kinostart von Anfang April um ganze sieben Monate auf den 12. September verlegt wurde. In den letzten Tagen kamen dann immer mehr Absagen hinzu, darunter unter anderem A Quiet Place 2, Blue Story, Downhill, Fast & Furious 9, Marie Curie – Elemente des Lebens, The Lovebirds und The New Mutants.

A Quiet Place 2 begibt sich auch in Quarantäne und verschiebt den Kinostart auf unbestimmte Zeit. (Bild: Paramount Pictures)

Produktionen machen Pause

Auch Disney sagte bereits den Start der neuen Verfilmung des Klassikers Mulan ab. Die Produktionsfirma musste aber nicht nur einen Film verschieben, sondern auch die Dreharbeiten der neuen Verfilmung von Die kleine Meerjungfrau erstmal pausieren. Damit geht es ihnen wie Avatar 2, Jurassic World – Dominion, Matrix 4, Mission: Impossible 7, Phantastische Tierwesen 3 und noch vielen anderen. Die Liste wird von Tag zu Tag länger. Damit soll verhindert werden, dass sich Schauspieler und Crew mit dem neuen Virus infizieren.

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Offizieller Trailer zum Film Mulan, dessen Kinostart auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.

Zusätzlich treten über hundert Serien erstmal eine Pause der Dreharbeiten an. Auch Netflix kündigte an, für mindestens zwei Wochen die Produktion einzustellen. Die deutsche Produktionsfirma UFA hingegen versucht, sich noch wacker zu schlagen und plant, anstatt alles abzusagen erstmal die Gegebenheiten am Set an die neuen Umstände anzupassen. So werden zum Beispiel Massenszenen mit mehr als 50 Menschen vermieden und geplante Produktionsstarts geprüft und verschoben.

Menschenmassen vermeiden

Die Vorsichtsmaßnahmen gegen den Virus betreffen folgerichtig nicht nur die Filme selbst, sondern auch die Gelegenheiten, zu denen sie erscheinen sollten. Die jährliche Fachmesse CinemaCon wurde bereits abgesagt. Auch das Tribeca in New York und das Internationale Film Festival in San Francisco – beides war für den April geplant – werden dieses Jahr ausfallen. Auch die 73. Filmfestspiele in Cannes Mitte Mai sollen 2020 verschoben oder vielleicht sogar abgesagt werden.

Der Film in der Krise

Die Dreharbeiten sind sonst eng getaktet, sodass Ausfälle von drei bis vier Wochen große Verluste für die Firmen bedeuten. The Hollywood Reporter schreibt, dass Branchenexperten mit bis zu 20 Milliarden Dollar rechnen – allein durch fehlende Kinoeinnahmen. Diese Veränderungen machen sich jetzt schon in den fallenden Aktien des Filmgiganten „Disney“ bemerkbar. Der Konzern wird dadurch angreifbar und könnte langfristig sogar von einem größeren Unternehmen aufgekauft werden – Apple wartet Gerüchten zufolge bereits. Die Auswirkungen, die das Ganze auf die Zukunft der Filmbranche haben wird, sind aber noch lange nicht abzusehen.