Grünes München
Alternative Naherholungsgebiete in München
“Altstadt für alle”, neuer Aufbau des Max-Joseph-Platz und jetzt ein neuer Park im Münchener Westen. In München gibt es immer neue Pläne für grüne Flächen. Neben dem Englischen Garten und der Isar gibt es aber noch viel mehr und auch unbekanntere Gebiete in München, in denen man sich auch jetzt schon entspannen kann.

Im Westen entsteht zurzeit in Freiham für 25.000 Menschen das größte Stadterweiterungsprojekt von München. Um den Anwohner:innen einen schnellen Zugang zu einem Naherholungsgebiet geben zu können, hat der Bauauschuss der Stadt am 13. Januar 2026 beschlossen, den neuen Freihamer Park zu bauen. Der soll am Ende ungefähr so groß werden wie der Westpark. Um die zwei Seen und die zusätzlichen Angebote fertigzustellen, wird es aber noch mindestens 20 Jahre dauern. Zumindestens ab 2027 sollen erste Sport- und Freizeitangebote bereit sein. Basketball, Volleyball, Pickleball und Rasenspielfelder sollen da unter anderem entstehen, um schon in naher Zukunft für die bereits eingezogenen Personen verfügbar zu sein. Der Rest des Parks wird dann in fünf weiteren Realisierungsabschnitten fertig. Der lange Zeitrahmen wird unter anderem dafür genutzt, um kontinuierlich mit den neuen Anwohner:innen im Austausch zu sein.
In der Zwischenzeit bietet es sich also an, sich umzuschauen und statt der Isar, dem Perlacher Forst oder dem Starnberger See eine der weniger bekannten Alternativen zu besuchen.
Die Dreiseenplatte
Im Norden von München gibt es zum Beispiel die Dreiseenplatte – die besteht aus dem Lerchenauer See, dem Fasanerie See und dem Feldmochinger See. Die drei Gewässer sind Baggerseen und das Ergebnis des großen Rangierbahnhofs im Münchener Norden, für den viele Materialien aus der Umgebung bezogen wurden. Im Nachhinein wurde spezielle Arbeit in die Umwandlung zu Naherholungsgebieten gesteckt. Unter anderem wurden die Ufer abgeflacht, damit der Zugang für ältere Personen und Kinder leichter ist. In Sommer treffen sich hier viele Anwohner:innen, um gemeinsam zu grillen oder über den See zu paddeln, während man in der Ferne noch die großen Wohnhäuser der Stadt sieht. Dementsprechend gut ist auch die Anbindung mit Bus oder auch S-Bahn.

Riemer See
Im Osten Münchens gibt es ebenfalls den Riemer See – der wird auch Buga-See genannt. Hier fand 2005 die Bundesgartenschau statt, in dem der Landschaftspark zusammen mit dem See entstanden sind. Die künstliche Umgebung bietet einem allerdings weniger Schattenplätze als natürliche Gebiete. Deswegen kann man vor allem bei besonders heißem Wetter viele Schirme sehen. Am Ostufer gibt es einen breiten Kiesstrand, der langsam in eine große Wiese übergeht. Der biete einen idealen Zugang zum Wasser. Der See ist einer der wärmeren in der Region und gilt auch als der sauberste See in München. Ähnlich wie bei der Dreiseenplatte, hat auch der Riemer See durch die Nähe zum Stadtgebiet eine gute Anbindung an die Innenstadt.

Aubinger Lohe
Für eine ruhigere Erfahrung weg vom Trubel bietet sich die Aubinger Lohe an. Dort gibt es weite grüne Wiesenlandschaften mit Kühen, kleinen Weihern und viel Wald. Die verschiedenen Wege sind auch bestens geeignet für Erkundungstouren mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß. Seit Dienstag arbeitet die Stadt München mit einem neuen Naherholungskonzept in dem Gebiet, pflanzt neue Bäume und stellt mehr Wegweiser und Hinweisschilder auf.
