KONZERTREVIEW

DANCE BOUNCE – JOEY VALENCE & BRAE IN MÜNCHEN

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In einer Halle voller begeisterter Fans jeden Alters war die Bühne bereit für Joey Valence und Brae. Am 31. Mai startete das Rap-Duo aus Pennsylvania in der Muffathalle die nächste Etappe seiner „Hyperyouth“-Tour. Vor allem aber sorgten sie dafür, dass sich die Menge untereinander anfreundete.

Die Fans kamen schnell in Stimmung, denn Joey Valence und Braes Tour-DJ Ewok heizte allen mit Leichtigkeit mehr ein als ein paar Dosen Red Bull. Er mixte Dubstep und energiegeladene Jungle-Beats mit ikonischen Werken von Daft Punk und Gaga – wichtige Inspirationsquellen für das Album „Hyperyouth“. Die gelegentlich seltsamen Mischungen und eher holprigen Übergänge konnten die ekstatische Stimmung im Publikum jedoch nicht trüben. Ewoks mitreißende Persönlichkeit machte süchtig. Und sobald sich die Flammen seines explosiven Sets gelegt hatten, wurde keine Zeit verschwendet. Der Eröffnungstrack von „Hyperyouth“ schlich sich sofort in die Lautsprecher. Unter tosendem Applaus stürmten Joey Valence und Brae die Bühne und begrüßten München mit offenen Armen. Ein nahezu perfekter Auftakt für einen Headliner, wie man ihn bei Konzerten selten erlebt.

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FREUNDSCHAFT AUF DIE 1

Der Auftritt des Duos war trotz einer eher enttäuschenden Setlist einfach makellos. Zwar waren alle Hits von „Hyperyouth“ und ihrem Debütalbum „Punk Tactics“ vertreten, doch es fehlten deutlich Songs von ihrem zweiten Album „NO HANDS“, mit dem sie sich überhaupt erst in der Szene etabliert hatten. Zumindest „LIKE A PUNK“ schaffte es als einer der einprägsamsten Auftritte auf die Bühne. Der Moshpit war bei kraftvollen Songs wie diesen besonders lebhaft.

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Glücklicherweise übertrug sich ihr Charme auf jeden einzelnen Song. Der Austausch mit dem Publikum war reichlich und sehr willkommen, sodass sich jeder eher wie ein Ehrengast als wie ein einfacher Zuschauer fühlte. Herzerwärmende Kommentare zur Energie des Publikums sprudelten nur so aus dem Duo – die Fans hatten reichlich Übung darin, die Texte mitzurappen. Die ständigen Komplimente wurden sofort durch eine charmante Überraschung noch übertroffen, als die beiden Rapper das Publikum aufforderten, sich für ein paar Minuten einen neuen Freund zu suchen, bevor sie geschickt ihren Song „Friends“ performten. In diesem Moment gewannen sie nicht nur die Energie des Publikums, sondern auch dessen Herzen.

UNVERGESSLICHE ENERGIE

Was die Songs angeht, enthielten einige Auftritte fantastisch ausgefallene Samples, die auf dem Album nicht zu hören sind – wahrscheinlich aus urheberrechtlichen Gründen – wie zum Beispiel mehrere Skrillex-Schnipsel. Auch wenn diese nicht unbedingt zum 90er-Jahre-Flair passten, fügten sie sich gut in die Stimmung des Abends ein. Außerdem verwandelten die lauten, basslastigen Beats und der kraftvolle Flow von Joey und Brae dieses Konzert mühelos in eine Tanzfläche. Die Energie war unvergleichlich. Höhepunkte wie die beliebten Songs „WASSUP“ und „OK“ holten das Beste aus den Künstlern und den Fans heraus und brachten beide perfekt in Einklang.

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Musikvideo zu WASSUP

Die beiden besten Freunde taten das, was sie am besten können: Sie brachten positive Energie in ihre dynamischen, mitreißenden Auftritte und vergaßen dabei nie, das Publikum mit einzubeziehen. All das führte zu einem einstündigen Konzert, das leider wie im Flug verging, aber dennoch unvergesslich blieb.