Vierschanzentournee - Garmisch-Partenkirchen

Prevc fliegt am weitesten ins neue Jahr

/ / Bild: M94.5 / Anik Vogel

Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. So wird das Jahr 2026 traditionsgemäß begonnen. Die Hälfte der Vierschanzentournee ist geschafft und man könnte meinen, dass der Gesamtsieger schon feststeht… der Slowene Domen Prevc dominiert auch dieses Springen. Ganz nach Meme-Manier ist das deutsche Team mit Felix Hoffmann und Philipp Raimund auf den Plätzen 6 und 7 vertreten. Besonders stark sind auch die Österreicher und Japaner, die die Plätze 2 bis 5 unter sich aufteilen.

Im ausverkauften Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen sind 22.000 Gäste. Die Stimmung ist fantastisch, das finden auch die Besucher:innen, trotz des langen letzten Abends in 2025.

Die Stimmung ist zurecht von Anfang an gut gewesen: gleich sechs DSV-Adler haben sich für den Wettkampf qualifiziert. Deutscher Top-Mann in der Qualifikation war Philipp Raimund, der sich mit 135,0m den 5. Startplatz gesichert hat. Zudem kämpfte sich auch Felix Hoffmann mit 134,0m in die Top-Ten und startet das Neujahrsspringen von Startplatz 8. Weiter schafften es Karl Geiger, Ben Bayer, Andreas Wellinger und Pius Paschke sich erfolgreich zu qualifizieren.

Durchwachsene Bilanz der deutschen Starter

Obwohl sich das Team des Deutschen Skiverband (DSV) mit Hoffman und Raimund starke Plätze sichern konnte, schaffte es nur noch Pius Paschke in den zweiten Durchgang. Paschke beendete das Neujahrsspringen mit einem soliden 21. Platz und einer Gesamtweite von 240,1 m. Wellinger, Geiger und Bayer konnten ihre Duellpartner nicht übertreffen und schieden nach dem ersten Durchgang aus. Dennoch fieberten sie im Nachhinein mit ihren Teamkollegen abseits der Schanze mit.

Jetzt heißt es für Karl Geiger, auf den Fortschritten aufzubauen und gemeinsam mit dem gesamten Team beim nächsten Springen voll anzugreifen.

Österreichisches Duo auf dem Podium

Besonders überzeugen konnte das österreichische Team. Jan Hörl (2.) und Stephan Embacher (3.) vervollständigten das Stockerl um Domen Prevc. Auch Daniel Tschofenig (9.), Maximilian Ortner (10.) und Manuel Fettner (13.) sprangen solide Ergebnisse in Garmisch-Partenkirchen. Für Fettner war es zudem sein letztes Neujahrspringen, da er nach 25 Jahren Skispringen seine aktive Karriere nach dieser Saison beenden will.

Timi Zajc von Vierschanzentournee disqualifiziert

Bei einer Kontrolle vor dem Start wurde bei dem Slowenen Timi Zajc herausgefunden, dass sein Sprunganzug an den Beinen 4 Millimeter zu kurz war. Aus diesem Grund wurde er noch vor dem Wettkampf disqualifiziert. Da er schon in Oberstdorf aus gleichem Grund eine Verwarnung bekommen hatte, wurde Zajc vorzeitig aus der Gesamtwertung gestrichen. Somit wird der Slowene an den nächsten beiden Springen nicht teilnehmen.

Prevc weiterhin „Domenator“ der diesjährigen Vierschanzentournee

Domen Prevc beweist auch beim Neujahrsspringen, dass er der Konkurrenz meilenweit voraus ist. Wie auch schon in Oberstdorf lässt der Slowene nichts anbrennen. Mit 143,0m setzt er im ersten Durchgang die Bestmarke des Tages, um dann im zweiten Durchgang seine außergewöhnliche Leistung mit 141,0m zu unterstreichen.

Seine Mitstreiter können dabei nur zugucken. Prevc hat somit die ersten zwei Springen der Vierschanzentournee gewonnen. Erst drei Athleten haben es in der Geschichte geschafft alle vier für sich zu entscheiden, Sven Hanawald, Kamil Stoch und zuletzt Ryoyu Kobayashi. Auf die Frage, ob Prevc es anstrebt, der vierte im Bunde zu werden, reagiert er ganz gelassen:

Ob Prevc weiter so fokussiert bleiben kann, wird sich am Wochenende zeigen. Die “Schicksalsschanze” in Innsbruck ist der nächste Stopp der Tour.

Auch bleibt offen, ob es die DSV-Adler in Innsbruck aufs Podest schaffen. M94.5 wird auch dort wieder für euch vor Ort sein und berichten.