Soziales Engagement für alle

Genial Sozial

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Lebenslauf, Selbsterfüllung oder Karmapunkte – für freiwilliges Engagement gibt es genug gute Gründe. Wir zeigen euch, welche Möglichkeiten ihr habt.

Was bringt mir das überhaupt?

Du lernst neue Leute kennen und sammelst praktische Erfahrungen aus dem Beruf. Insbesondere als Abiturient kannst du davon profitieren, weil du zum ersten Mal Verantwortung trägst und erfährst, wie ein geregelter Arbeitsalltag aussieht. Nebenbei kannst du dir was dazuverdienen und deinen Lebenslauf aufbessern. Das kann auch Vorteile bei der Bewerbung an der Uni bringen. Die Zeit wird dir zum Beispiel als Wartesemester angerechnet und je nach Fachrichtung kannst du sogar Bonuspunkte bekommen. Auch außerhalb der Uni gibt es Vergünstigungen, beispielsweise im Kino.

Welche Programme gibt es?

Freiwilligendienste:

Vom freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) haben sicherlich schon viele gehört. Für mindestens sechs Monate kannst du in einer sozialen Einrichtung zum Beispiel mit Kindern oder Menschen mit Behinderung arbeiten. Doch darauf bist du nicht festgelegt. Freiwilligendienste gibt es auch in der Kultur, im Sport oder im ökologischen Bereich.

Dafür musst du einen Schulabschluss haben und darfst nicht älter als 26 Jahre alt sein. In der Regel gehen FSJ, FÖJ etc. zwölf Monate, allerdings kannst du es auf sechs verkürzen bzw. auf 18 Monate verlängern. Wenn du schon studierst, kannst du dafür ein Urlaubssemester einlegen. Ob das bewilligt wird, ist allerdings vom Einzelfall abhängig.

Die Programme sind staatlich gefördert, weshalb du ein monatliches Taschengeld erhälst. Neben der Arbeit in der Einrichtung nimmst du an kostenlosen Workshops und Seminaren teil.

Weitere Infos zu den Programmen findest du hier:

https://www.fsj.bayern.de/mitmachen

https://www.foej-bayern.de/index.php?id=8

https://freiwilligendienste-kultur-bildung.de/freiwilliger-werden/

https://www.freiwilligendienste-im-sport.de/index.php?id=1072

Der Bundesfreiwillligendienst (BFD) ist im Prinzip so aufgebaut wie das FSJ. Die wesentlichen Unterschiede bestehen darin, dass es kein Höchstalter gibt und es vom Bund gefördert wird, statt von den Ländern. Darüberhinaus darf der sogenannte BUFDI nach fünf Jahren wiederholt werden.

Dein Weg zum BUFDI:

https://www.bundesfreiwilligendienst.de/der-bundesfreiwilligendienst/ueber-den-bfd.html

Studentische Initiativen:

In München bieten Universitäten dir die Möglichkeit an Mentoring-Programmen teilzunehmen. Bei diesen kannst du zum Beispiel Kommilitonen mit Kindern unterstützen. Oder Schülern mit Migrationshintergrund bzw. ohne akademischen Hintergrund den Einstieg erleichtern. Viele Initiativen werden aber auch von den Studierenden selbst organisiert.

Die Unis geben einen Überblick:

https://www.uni-muenchen.de/studium/stud_leben/hochschulleben-mitgestalten/index.html

https://www.uni-muenchen.de/studium/beratung/beratung_service/beratung_lmu/diversity/fuer-studierende/an_studierende/index.html

http://www.tum.de/unileben/studentisches-leben/studentische-initiativen/

https://www.hm.edu/studierende/rund_ums_studium/aktivitaeten/index.de.html

Ab ins Ausland:

Die meisten Angebote in Deutschland findest du auch über die Grenzen hinaus. Staatlich gefördert sind Organisationen wie kulturweit und weltwärts. Mit diesen kannst du an verschiedenen Kultur-, Bildungs- und Entwicklungsprojekten weltweit mitarbeiten. In Europa kannst du dein Engagement über Erasmus+ finanzieren.

Es gibt auch private Agenturen, die Entwicklungsprojekte vermitteln. Achtung, das kostet aber! Bei solchen Auslandspraktika wird zum Teil in Frage gestellt, ob wirklich Entwicklungsarbeit geleistet wird. Du solltest dich also gut mit der Organisation und dem Land auseinandersetzen und abwägen, was es dir und den Menschen vor Ort eigentlich bringt.

Freiwillig im Ausland:

https://www.weltwaerts.de/de/programm.html

https://www.kulturweit.de/freiwillige

https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/opportunities/individuals/young-people/european-voluntary-service_de