FCBB gegen Dubai

Spielbericht

Zu wenig, zu spät: Der FCBB bleibt sieglos gegen Dubai Baskteball 

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Zum 7. Spieltag der laufenden EuroLeague-Saison empfängt der FC Bayern Basketball Dubai Basketball im SAP Garden. Obwohl die Gastgeber punkten müssten, um ihre Chancen auf die Playoffs zu erhalten, unterliegen sie dem deutlich besseren Gästeteam mit dem Endstand 91:107. 

Noch nie hat der FCBB die Basketballer aus Dubai in einem Pflichtspiel schlagen können. Zwar ist Dubai Basketball erst seit letzter Saison Teil der EuroLeague, aber die Wahrscheinlichkeit, dass diese Negativserie der Bayern am 7. Spieltag der Saison 2026/27 endet, schien gering. Während die Mannschaft aus den VAE bisher nämlich nur ein Spiel verloren hat, fanden sich die Münchner vor dem Start der Partie in der unteren Tabellenhälfte wieder.  

Oans, zwoa, Fehlstart 

Die Partie startete zäh. Noch keine Sekunde war gespielt, als es schon zum ersten Check kam: Das Schiedsrichtergespann war sich unsicher, ob es beim Sprungball zu einem Foul an einem Spieler aus Dubai kam. Aber auch als die Entscheidung getroffen wurde und der Ball an die Gäste ging, ließen die ersten Punkte auf sich warten.  Erst nach über einer Minute versenkten die Dubaier die Kugel im Münchner Korb. Die Gäste setzten damit den Startschuss, der bei der Heimmannschaft  nicht wirklich angekommen zu sein schien. Nach 5 gespielten Minuten konnte der FCBB erst 5 Punkte verbuchen, die allesamt von Johannes Thiemann kamen. Erst gegen Ende des ersten Viertels kamen die Gastgeber langsam wieder zu sich, konnten den perfekt eingespielten Emiratis aber nicht mehr die Stirn bieten. Die Dubaier versuchten sich in letzter Sekunde zwar noch an einem schnellen Konter, konnten ihren 15 Punkte großen Vorsprung in dieser Spielzeit allerdings nicht noch weiter ausbauen. Es blieb bei 14:29 nach 10 Minuten. 

Offensiv Feuerwerk aus den VAE 

Nicht einmal 30 Sekunden musste Oscar da Silva auf dem Court stehen, bevor er seinen Namen auf das Scoreboard schrieb. Doch auch seine neuen Ideen bei Offensivaktionen halfen seinen Bayern nur bedingt. Während sie nach einer Balleroberung eher gemütlich in die gegnerische Hälfte dribbelten, war Dubai blitzschnell. Defensiver Rebound, Sprint, Alley-Oop, Dunk, drin: Das scheint im Playbook der Gäste gestanden zu sein. Und auch von der Dreierlinie aus zeigten sie sich nicht nur mutig, sondern auch treffsicher. Von 17 versuchten Dreiern in der ersten Hälfte, verwandelten sie 9 und zeigten damit eindrücklich die mangelhafte Defensivleistung ihrer Gegner in Rot. In den ersten beiden Vierteln konnten die Gäste fast 30 Punkte mehr als die Bayern verbuchen und die Gastgeber mit einem Zwischenstand von 36:63 in ihre Kabine schicken.   

Bayern starten Aufholjagd 

Nach der Pause zeigten sich die Münchner vor dem heimischen Publikum deutlich wacher. Doch die Intensität im Spiel der Gäste hatte alles andere als nachgelassen. Anders als in der ersten Halbzeit machten die Bayern besonders ab der Hälfte des dritten Viertels den Anschein, mithalten zu können und rissen dadurch auch die Fans mit in ihren Bann. Trotz einigen leeren Plätzen in den Rängen, wurde es im SAP Garden extrem laut. Jeder Ballgewinn wurde mit Jubel belohnt, auf jeden verfehlten Wurf folgte Raunen. Das spornte auch die Bayern an. Nach einem Rebound dribbelt Voigtmann in Richtung des gegnerischen Korbs, spielte im Lauf einen No-Look zu Andi Obst, der sich keine Zeit ließ und einen Drei-Punkte-Wurf verwandelte – und das Publikum rastete aus. Als der Buzzer am Ende des dritten Viertels  ertönte, wirkte die Stimmung, als wäre der Sieg zum Greifen nah, doch ein Blick auf die Anzeigetafel reichte, um zu sehen, dass die beiden Mannschaften noch immer 15 Punkte trennten (67:82).  

Zu viele Lücken, zu wenig Treffer 

Hochmotiviert schafften es die Bayern zu Beginn der letzten 10 Minuten gut, den Spielfluss der Gäste zu unterbinden. Selbst fanden sie dadurch allerdings auch keinen. In Momenten in denen, sie in die gegnerische Hälfte durchdringen konnten, trafen sie dort auf eine Wand aus gegnerischen Spielern, die den Raum um ihren Korb dicht machten. Besonders häufig war das jedoch nicht der Fall, denn das Spiel des letzten Viertels war geprägt von Spielunterbrechungen. Immer wieder entschied sich das unparteiische Trio Fouls der Bayern zu rügen, weswegen die Münchner Spieler nach und nach mehr Klärungsbedarf hatten. Vor einem Freiwurf der Gäste diskutierte Washington Jr. lange mit einem der Schiedsrichter und verzögerte dadurch das Spiel. Ein paar Spielzüge später, als die nächste Entscheidung gegen die Bayern getroffen wurde, verwickelte sich auch Trainer Anton Gavel an der Seitenlinie in ein Streitgespräch mit einem der Verantwortlichen. Immer im Rücken hatte der FCBB dabei seine Fans, die bis zum Ende laut blieben. Und das obwohl der Hoffnungsschimmer, das Spiel drehen zu können, längst erloschen war. Am Ende blieben die Bayern chancenlos und unterlagen ihren Gästen aus Dubai mit 91:107.  

Aufstehen, Bälle einsammeln, weitermachen 

Lang haben die Münchner nicht Zeit, um diese Niederlage zu verdauen. Schon am Sonntag, den 25.10. treffen sie im BMW Park in der Basketball Bundesliga auf die Hamburg Towers. In dem Spiel wird es für sie aber wohl eher darum gehen, zu versuchen an jenen Fehlern zu arbeiten, die sie gegen Dubai gemacht haben. Für ein richtiges Training bleibe wegen des mit Spielen gespickten Terminkalenders nämlich keine Zeit, erklärt Bayerncoach Gavel nach dem Spiel. Vor dem nächsten EuroLeague-Duell am 27.10. müsse sich allerdings insbesondere defensiv noch einiges verbessern. Sie empfangen dann nämlich den FC Barcelona Basketball im SAP Garden.