Volleyball Spielbericht
„Zwei Wurzeln, ein Wille, kein Sieg“
Gestern Abend empfingen die WWK Volleys München den VFB Friedrichshafen im BMW Park. Trotz eines umkämpften Starts mussten sich die Münchner letztlich geschlagen geben.
Mittwoch, 21. Oktober, 19:30 Uhr: Anpfiff zum zweiten Spieltag der Volleyball Bundesliga und zum ersten Spiel der Saison der WWK Volleys. Die Halle war an diesem Abend nur zur Hälfte gefüllt, die Stimmung im Publikum aber gut. Die Partie begannen die Friedrichshafener in ihren an Wimbledon erinnernden „all-white“-Auswärtstrikots. Der erste Ball landete gleich mal im Netz und der erste Punkt somit bei den Münchnern. Der geilste Club der Welt, bestehend aus den ehemals getrennten Clubs WWK Volleys Herrsching und TSV Unterhaching, blockte gut und konnte nach den ersten Minuten des Spiels bereits zwei Asse und drei Blocks für sich verbuchen.
Intensiver Start
Es entstanden längere Ballwechsel, Friedrichshafen holte auf und schaffte den Ausgleich zum 13:13. Beim Stand von 15:15 beantragten die Volleys die erste Challenge, die seit dieser Saison erst nach dem Ende eines Ballwechsels beantragt werden darf. Das Video zeigte: Der Ball war drin – Ass für die Heimmannschaft. Doch der VFB ließ sich davon nicht entmutigen: Die Spieler blockten und griffen gut an, sodass sie die WWK Volleys auf der Anzeigetafel überholten. Den ersten Satzball beim Stand von 21:24 wehrte München ab, den zweiten verwandelte der Verein aus Baden-Württemberg aber und gewann diesen Satz mit 25:22.
Hoch hinaus
Der erste Aufschlag des zweiten Satzes, jetzt auf Münchner Seite, landete wie im ersten Satz im Netz. Doch nach zwei Assen in den kommenden Minuten stand es 3:2 für die Gastgeber. Jetzt machten beide Vereine Punkte, es war ein ausgeglichenes Spiel. Der VFB kam durch den Münchner Block durch, während die WWK Volleys gute Angriffsschläge spielten. Dann kam es zum spektakulärsten Punkt der Partie: Der Ball der Münchner flog hoch und höher auf die gegnerische Seite, Mateusz Czunkiewicz nahm ihn an und fiel dabei in die Bande am Spielfeldrand. Dieser Einsatz wurde belohnt: Punkt für Friedrichshafen, 10:9.
Auszeiten und ein gewonnener Satz für München
Die Heimmannschaft, vor allem Oliver Wachtel, blockte gut, doch der VFB zog nach. Nach einem Time-Out der Gastmannschaft, kam es zum längsten Ballwechsel der Partie; Raunen zieht sich durch die Tribüne. Der Jubel, als die WWK Volleys ihn für sich entschieden, war groß. Bei 24:21 gab es den ersten Satzball: Joshua Huber setzte schon zum Aufschlag an, da nahm sich die Gastmannschaft von Adam Swaczyna eine Auszeit. Sie wehrten den ersten Satzball ab und nun ereignete sich ein komisches Déjà-vu. Friedrichshafen war kurz davor aufzuschlagen, da hieß es: Time-out WWK Volleys München; ganz nach dem Motto „Was die können, können wir schon lange“. Auch der zweite Satzball wurde abgewehrt, doch durch einen Aufschlagfehler vom VFB gehörte der zweite Satz (25:23) schließlich der Heimmannschaft.
2:1-Satzführung für den VFB
Frisch aus der Halbzeit legten die Münchner los und führten zu Beginn des dritten Satzes lange. Die Laune bei der Mannschaft stieg. Laurenz Welsch zeigte einen fantastischer Angriffsschlag, aber Friedrichshafen erkannte die Lücken in der Aufstellung der Münchner gut und punktete ebenfalls. Die WWK Volleys ließen gegen Ende des dritten Satzes einige Punkte liegen und nach beidseitigen Aufschlagfehlern verwandelten die Gäste ihren ersten Satzball zum 25:22.
Friedrichshafen setzte sich durch
Mit Rückenwind starteten die Spieler des VFB stark in diesen entscheidenden Satz. Wie bereits zuvor erkannten die Spieler leere Stellen in der bayerischen Aufstellung – 6:2. München versuchte aufzuholen, doch die Hoffnung, diese Partie noch zu drehen, schwand bei Spielern und Publikum nach und nach. Der Punktevorsprung des Bodensee-Vereins war nicht einzuholen: 10:6, 14:8, 16:10, 20:12, 22:14. Den ersten Matchball konnten die Männer in Lederhosen-Trikots noch abwehren, den zweiten verwandelte Parker Van Buren und holte den Gewinn für den VFB Friedrichshafen (25:22, 23:25, 25:22, 25:16).
Fazit der Geschäftsführer
Nach der Partie sprachen die beiden Geschäftsführer des Clubs noch über die ersten Wochen ihrer Zusammenarbeit: „Wir haben uns hervorragend ergänzt. Es war viel zu machen, denn auf jeder Ebene mussten die Menschen aus beiden Teams zusammengebracht werden“, erklärte Maximilian Hauser. Sein Fazit zum heutigen Spiel? „Wir haben gut mitgespielt mit einem sehr guten Team. Ein bisschen was hat aber gefehlt. Am Ende möchte ich, dass unsere Mannschaft besser wird. Es ist ein junges Team, das mehr trainieren muss, um zu gewinnen und erfolgreicher zu sein“, so Hauser.
Weiter geht’s
Das nächste Heimspiel der WWK Volleys findet am Mittwoch, den 29. Oktober, um 19 Uhr gegen die Barock Volleys MTV Ludwigsburg in der Geothermie Arena in Unterhaching statt. Dort erwarten die Zuschauer:innen neue Anzeigetafeln und Stühle rund um das Spielfeld. „Es ist wichtig, dass die Jungs gut spielen und wir sportlich unsere Punkte holen“, schloss Mihai Paduretu.