Pigeon im Interview

No-Wave mit Berliner Tristesse

/ / Bild: M94.5/Simon Kerber

Eigentlich hätte die Berliner Band Pigeon als Support für Sonic Jesus in der Milla auftreten sollen. Nachdem letztere aber ihre Tour absagen mussten, findet der Gig trotzdem statt – mit Pigeon als Hauptact des Abends. Wie sie ihren Sound selbst beschreiben würden und warum sie große Fans der Kassette sind, das hat uns Oskar stellvertretend für seine Bandkollegen im Interview erzählt.

Das ganze Interview mit Pigeon

Als ihr damals in München im Kafe Kult gespielt habt, hat euch der Veranstalter online folgendermaßen beschrieben: „Boots filled with Shoegaze, ears made of noize, body full of wave, Post-Punk mind, Berliner tristesse.“ Das ist ja mal eine Ansage! Wie würdest du denn selbst eure Musik beschreiben?

Oskar: Na genau so! Das ist ganz gut geschrieben, dass es halt so ein Misch ist aus vielem, weil wir alles so Leute sind, die auch sehr viel Musik hören und uns jetzt nicht so auf eine Richtung festlegen und dadurch, dass wir auch verschiedene Bands haben, vermischt sich das alles sehr wild.

Inwiefern sticht denn Pigeon für dich heraus, wenn du noch andere Projekte hast?

Wir spielen mit Pigeon am häufigsten zur Zeit und mit den anderen Bands proben wir manchmal sogar mehrmals, also ist da der Zeitaufwand bei Pigeon eigentlich sehr entspannt. Ich glaube, wir sind eine sehr emotionale Band und ich glaube, vielleicht ist das, das Besondere.

Eure letzte EP „Bug“ habt ihr ganz old-school auf Kassette rausgebracht, eure Tour-Tapes auch. Wieso das Medium Kassette?

Das Schöne an so einem Tape Rekorder ist, dass man durch das Medium so begrenzte Möglichkeiten hat. Nicht so, wie wenn ich digital aufnehme, dass im Prinzip alles möglich ist und man dann vor ganz vielen Türen steht und nicht so recht weiß, durch welche man jetzt durchgehen soll. Und vor allen Dingen ist natürlich auch die Klangästhetik von so einem Tapedeck ganz schön.