LIZKI im Interview

„Die Stimme ist das einzigartigste Instrument“

/ / Bild: Mario Ilic

LIZKI kommt gebürtig aus Fürstenfeldbruck und ist nicht nur in München auf sämtlichen Indie-Bühnen erprobt. Ihr neues Album soll noch in diesem Jahr erscheinen. Bei Sound of Munich spricht sie über ihre musikalische Reise und über ihre Wahlheimat Wien.

Lizki im M94.5-Interview

Lizki hat musikalisch schon eine ganze Menge ausprobiert. Angefangen hat die Reise mit einer klassischen Gesangsausbildung in Operngesang und Klavierunterricht. Nachdem diese beiden Stationen ihrer musikalischen Ausbildung anfangs noch großen Einfluss auf Lizkis Stil hatten, ist der Sound ihrer jüngsten Veröffentlichungen freier und authentischer. Nach wie vor arrangiert sich ihre Musik zentral um ihre Stimme, die mal gehaucht, mal kräftig in die Höhen schraubt. Begleitet wird der Gesang von minimalistischen Elektro-Sounds, um die sich Lizki selbst kümmert. Denn seit einiger Zeit ist sie als Solokünstlerin unterwegs.

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Lizki mit „PRESS REWIND“

Wien ist wie München nur cool

Ihr Jurastudium hat Lizki trotz der Musik abgeschlossen. Obwohl neben dem Studium nicht viel Zeit für die Musik übrig blieb, war es ihr immer wichtig, den Ausgleich und die Ruhe beim Musizieren zu finden. In den letzten Jahren war sie viel unterwegs, was ihrem Sound einen ganz neuen Drive gegeben habe, sagt Lizki. Von München ging es mit Zwischenstopp in Berlin schließlich nach Wien, wo sie erst mal bleiben will. „Wien ist so die perfekte Mischung zwischen München und Berlin. Es gibt so viel Musik aus verschiedensten Richtungen, und das über die ganze Stadt verteilt. Nicht so zentral wie in München.“

Jonglieren mit Gefühlen und Harmonien

Ihre Songs schreibe sie immer aus einem starken Gefühl heraus, sagt Lizki. Zuerst sei da immer die überwältigende Emotion, daraus entstünden die Harmonien und schließlich kämen die Lyrics ganz von allein. Das jonglieren mit Harmonien scheint der Kern von Lizkis Sound zu sein. Da gibt es immer einen Beat, der den Song voran treibt und ihm gleichzeitig eine Basis verleiht. Überspannt werden diese synthetischen Klänge von einer Stimme, die große Vielfalt beweist.

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Lizki mit „SPIN ME AROUND“

„Man muss Mut haben, sich zu öffnen“

Der Mai ist Mental Health Awareness Month. Lizki teilt die Erfahrung eines traumatischen Erlebnisses in der Vergangenheit. Viele ihrer Songs verhandeln den Umgang mit Erlebnissen, die einen für immer prägen können. In Spin me Around beschreibt sie den Zustand der Klarheit nach langer mentaler Abwesenheit. „Man muss einfach auf sein Bauchgefühl achten. Es ist so schwer auf dem Gebiet einen Rat zu geben, weil jeder anders damit klar kommt. Aber vielleicht ist es manchmal gut den Mut zu haben, sich zu öffnen, wenn man etwas loswerden will.“

Bild: Mario Ilić

Jede Stimme klingt anders

Während am Klavier jeder Ton wie der andere klingt, unabhängig davon, wer die Tasten drückt, ist die Stimme ein Instrument, das viel persönlicher wirkt. Die Stimme ist wie ein Fingerabdruck: es gibt sie nicht ein zweites Mal. Für Lizki ist das entscheidend. Jeder Mensch klingt anders und jeder Mensch hat andere Möglichkeiten sich mit seiner Stimme auszudrücken. Und jede Stimme hat andere Grenzen und Freiheiten.