Token im Ampere

Der Junge, der schneller rappt als sein Schatten

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Wenn man an die heutige Rapszene denkt, fallen einem als erstes Typen ein, die in Videos mit schnellen Autos und viel Bling-Bling posen. Ganz anders macht es Benjamin David Goldberg aka Token. Er zeigt das Rap auch Inhalt und Message haben kann und nicht nur materialistisch sein muss, um erfolgreich zu sein.

Token stammt ursprünglich aus Marblehead, einem Vorort nördlich von Boston. Der 1998 geborene Rapper wirkt auf den ersten Blick sehr unscheinbar. Er etabliert sich im Vergleich zu seinen Kollegen nicht gerade durch einen auffälligen Kleidungsstil oder extravagante Besitztümer. Das sieht man auch an seiner Social-Media-Präsenz, die eher nüchtern aussfällt und nur das ein oder andere Selfie oder Konzertvideo zeigt. Doch hinter dieser unscheinbaren Fassade steckt viel mehr als man meint. Vor circa zwei Jahren veröffentlichte er den Track „Doozy“, der als Video auf Youtube erschienen ist. Damit ging Goldberg das erste Mal viral und erzielte bis dato über acht Millionen Klicks.

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Token – Doozy

Schnell, Schneller, Token

Besonders herausstechend bei seinen Songs sind seine wahnsinnig schnellen Doubletime-Parts und die plötzlichen Flow-Wechsel. Token schafft es mit haargenauer Präzison über Takte zu rappen und steht dabei seinen Idolen wie Eminem oder Ludacris, technisch gesehen in nichts nach. Mit seiner leicht aggressiven Rapweise und der Direktheit in seiner Stimme, verleiht er seinen Texten eine beeindruckende Authentizität. Auf seinem neuem Album Between Somewhere stellt Token unter Beweis, wie vielfältig seine Flow-Auswahl ist. So auch in dem Song „Youtube Rapper“ zusammen mit Tech N9ne:

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Token – Youtube Rapper feat. Tech N9ne

Irgendwo dazwischen…

Bei einem dermaßen schnellen Rapstil kann man beim Zuhören schon mal den Faden verlieren und nicht mehr so ganz im Text mitkommen. Deshalb sollte man sich bei Token ruhig darauf einlassen, seine Tracks mehrere Male zu hören, um auch die versteckten Wortspiele und Methaphern zu verstehen. In seinen Texten behandelt er vor allem Erlebnisse und Gedanken aus seinem Leben. Dabei thematisiert er zum Beispiel, wie es ist ein Außenseiter zu sein, Beziehungen zu anderen Menschen aber auch seine Depression, mit der er lange Zeit zu kämpfen hatte. Diese Inhalte lassen sich auch in Between Somewhere finden. Wie der Name des Albums schon andeutet, steckt der 20-Jährige irgendwo zwischen Teenagerdasein und Erwachsenwerden. Und damit können wir uns vielleicht alle ein wenig identifizieren.

Wenn ihr Lust habt diese Rap-Skills live mit zuerleben dann sichert euch Tickets für Token am 14. April um 20 Uhr im Ampere/Muffatwerk!

Präsentiert von M94.5!