Francis Lung im Interview

A Loveletter to Music and Miracles

/ / Bild: Coralie Monnet

Der Musiker Francis Lung aus Manchester spricht mit uns über sein neues Album „Miracle“ – eine introspektive Reise durch seine Gefühlswelt geprägt von Suchtproblemen, Selbstzweifeln und der Sehnsucht danach, jemand anderes zu sein.

Francis Lung im Interview

So tiefgründig und emotional die Themen der Songs auch sind, den dreamy Sound hat sich Francis Lung beibehalten. In allen 13 Songs spielt der Musiker die Instrumente, bis auf die Streicher, selbst. Im Musikvideo zu Bad Hair Day sieht man das Multitalent aber nicht nur die Instrumente wechseln, sondern auch die Frisuren.

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Francis Lung – Bad Hair Day (Offizielles Musikvideo)

„For a period in my life, everyday was a hangover“

Francis Lung besingt hier aber nicht seine haarige Experimentierfreude, sondern reflektiert seine Alkoholabhängigkeit. Mittlerweile hat der Musiker beschlossen das Trinken aufzugeben und sein Leben grundlegend zu verändern. Seinen Weg in die Nüchternheit teilt er öffentlich mit seinen Fans in den sozialen Medien. Die Menschen unterstützen sich dort gegenseitig und teilen ihre eigenen Erfahrungen mit ihm. Das stärkt und motiviert den Musiker durchzuhalten. Er meint: „If it could help someone on their journey to share mine, then I’m happy to do that.“

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„I like music for making connections“

Vor Anderen so verwundbar zu erscheinen, ist dem Musiker egal. Er ist stolz darauf, dass er seine Gefühle durch die Musik zum Ausdruck bringen kann und meint: „When you make yourself vulnerable to people, that’s when you usually make the best connection.“ Und genau diese Offenheit im Umgang mit Emotionen schätzen vor allem seine Fans.

Raus aus der Introspektion, rein ins Leben

Während der Produktion seines Albums hat sich der Musiker sehr viel mit sich selbst beschäftigt. Früher wollte er sich, wie viele junge Menschen, selbst definieren und wissen, wer er ist. Heute sagt er: „I just don’t want to define myself at all. I want to get out of that introspective space and want to focus more on my family, on my wife and on my music of course.“ Das Album Miracle schließt also vorerst das Kapitel der Introspektion und ist laut Francis Lung gleichzeitig ein Liebesbrief an die Musik und die Wunder, die sie vollbringen kann.