Black Friday

It’s all about the Schnäppchen

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Konsum, Konsum und noch mehr Konsum. Viele Menschen kennen den Hintergrund des Black Fridays kaum noch. Im Zuge des Börsencrashs 1929 wurde der „Black Thursday“ bekannt, welcher in Europa wegen der Zeitverschiebung zum „Black Friday“ wurde.

In Deutschland kam der Trend des Massenshoppings erst gegen 2013 so richtig auf. Seitdem beteiligen sich vor allem Online-Händler an dem Schnäppchen-Wettbewerb.

Apps und Smartphones dominieren in Deutschland

Nicht nur in Geschäften oder am PC wird ordentlich eingekauft, sondern immer mehr Leute in Deutschland shoppen via Smartphone in Apps. Der ARD Börse zufolge laufen ganze 64 Prozent der Käufe über das Handy.

50:50 bei den Geschlechtern

Das Vorurteil „Frauen shoppen am meisten“ trifft auf den Black Friday nicht wirklich zu. Der Frauenanteil am Black Friday beträgt laut ARD Börse 50,4 Prozent. Im Vergleich mit den vergangenen Jahren ist zu beobachten, dass der Männeranteil immer größer wird.

Nach Informationen des Handelsverbands Deutschland werden die Umätze für 2019 auf 3,1 Milliarden Euro geschätzt. Das wären ungefähr eine Milliarden mehr als 2018.

Segen für die Unternehmen, Fluch für die Verkäufer

Neben dem Black Friday ist in den USA auch der „Cyber Monday“ einer der umsatzstärksten Tage im Jahr. Was für die Geschäfte ein Riesenerfolg ist, macht den Verkäufern zu schaffen. In Amerika werden einzelne Arbeitskräfte schon Wochen zuvor auf den Ansturm am Black Friday vorbereitet. Zum Teil werden sogar extra Aushilfen zusätzlich angestellt. Dabei kann es passieren, dass einzelne Schichten bis zu 15 Stunden dauern. Mitarbeiter von Supermärkten haben bereits Petitionen eingereicht, um zu bewirken, dass wenigstens an Thanksgiving nicht gearbeitet werden muss.

Die besten Angebote gibt es nicht am Black Friday selbst

Ein Tag vor Black Friday findet in den USA Thanksgiving statt. Laut dem Softwareunternehmen Adobe sind vor allem die Online-Preise an dem Tag sogar noch günstiger als am darauffolgenden Tag. Die Preisabweichung soll bei bis zu 24% liegen.

Verbraucher werden oft mit Angeboten und Floskeln wie „Zwei zum Preis von Einem“ oder „unverbindliche Preisempfehlung“ angelockt. Häufig sind solche Aktionen künstlich aufgeblasen. Denn oft wird der Rabatt nicht vom tatsächlichen Marktpreis abgezogen, sondern von einem Sonderpreis. In den USA ist es auch deswegen schon bekannt, dass viele Verbraucher einige Tage vor dem Black Friday die originalen Preise mit den reduzierten vergleichen und damit ein regelrechter Hype um Preisvergleiche im Internet ausgelöst wird.

Die tatsächliche Ersparnis liegt demnach laut dem Vergleichsportal MyDealz zum Teil nur bei etwa 10 bis 25 Prozent– anstelle der ausgeschriebenen 50 oder 60 Prozent.