KONZERTREVIEW
If we made it to a SIX60 concert then we made it
Die neuseeländische Band SIX60 spielte am 16.10. ihr erstes Konzert in Zürich. Von Anfang bis Ende sorgte die Band trotz Hitze und mit einer ordentlichen Portion Rock und Reggae für Stimmung und Sehnsucht nach ihrem Heimatland.
Anlässlich ihres am 13. Februar erschienen Albums “Right Here Right Now” ging die neuseeländische Band auf Welt-Tour. Auf dem europäischen Festland füllte die Band – die in ihrem Heimatland Stadien füllt und Festivals plant – nur kleine Hallen. So auch in Zürich – rund 400 Leute besuchten das ausverkaufte Konzert im Komplex 457.
Die Band spielte Klassiker aus ihrer 18-Jährigen Diskografie ebenso wie Songs aus dem neusten Album. Den Abend eröffneten sie mit dem ersten Song ihres neuen Albums: “We Made It”. Ein Pop-Reggae Song welcher beschreibt einen Schritt zurück zumachen um zu betrachten, was man geschafft hat und es dann zu zelebrieren.
Darauf folgte ihr Klassiker “Dont Forget Your Roots”, welchen sie zur Hälfte auf Englisch und Te Reo Māori sangen. Die Crowd – die zum Großteil aus Neuseeländer:innen bestand – sang auf beiden Sprachen lautstark mit. Eine Zuschauerin rief: “This is for the old days.”. “Don’t Forget Your Roots” oder ” Kia Mau Ki Tō Ūkaipō” verkörpert das was SIX60s Musik ausmacht, es ist ein Reggae-Roots Song mit Rock Elementen, der von ihrer Liebe zu Neuseeland handelt und davon, dass man das Land zwar verlassen kann, aber niemals seine Wurzeln vergessen sollte, weil sie einen zu dem Menschen machen, der man jetzt ist.
Große Gefühle
Mit ihrem Song “Endlessly”, ebenfalls vom neuen Album wurde es emotional. “Endlessly” ist ein akustisches Liebeslied, welches von einer endlosen Liebe handelt. Frontmann Matiu Walters kündigte den Song, als einen der emotionalsten Songs dieses Albums an und unterbrach in der Mitte des Songs, mit den Worten: “There is someone here who has to ask someone something very special”. Ein Zuschauer kam auf die Bühne und machte seiner Freundin einen Heiratsantrag. Sie antwortete: “Ja.”. Anschließend spielte die Band den Song, mit dem Pärchen als Zuschauende auf der Bühne, zu Ende.
Starke Crowd
Obwohl es eine kleine Location war, machte die Crowd ordentlich Stimmung. Der Enthusiasmus der Crowd überraschte die Band und allen voran Frontmann Matiu Walters mehrfach. Immer wieder interagierte er mit dem Publikum und reagierte auf Kommentare, die die Crowd rief. Der Basssist Chris “Mac” McDonough lies eingie der Kinder in der Ersten Reihe den Bass anspielen.
Ein Konzert für Jung und Alt also. Eines das wirkte als wäre man Teil der Whanau (Familie), so nah war man der Band.
SIX60 sagen selbst von sich, dass sie in erster Linie eine Band sind und deswegen Live am besten funktionieren. In dieser kleinen Show hat man ihnen das defintiv angemerkt. Man sah ihnen den Spaß trotz schlechter Luftzirkulation für Band und Publikum an. Es war ein Konzert für jeden der Live Musik liebt!
kurze Zugabe
Als sich das Konzert dem Ende neigte und die Crowd sich “one more song” aus dem Leib schrie, lies die Band zunächst auf sich warten. Schließlich kamen SIX60 trotzdem wieder auf die Bühne. “It’s so hot we thought we’d end it”, sagte Walters bevor die Band doch noch eine Zugabe spielte. Nach zwei Songs warf sich die Band Blicke zu, aber verabschiedete sich letztendlich für den Abend unter Jubel und Rufen nach einer weiteren Zugabe.