Nach fünf Siegen in fünf Bundesliga-Spielen starten die Frauen des FC Bayern München in die UEFA Women‘s Champions League-Saison 2026/27. Zum Auftakt haben die Münchnerinnen die englischen Double-Siegerinnen von Manchester City im Sportpark Unterhaching empfangen.
Für die beiden Teams war es die erste Aufgabe auf europäischer Bühne in dieser Saison. Die Münchnerinnen gingen nach einer Siegesserie von fünf Spielen in der Bundesliga selbstbewusst in die Partie. Die Citizens kamen ebenfalls mit viel Rückenwind in die Münchner Vorstadt. Auch sie konnten ihre bisherigen vier Ligaspiele für sich entscheiden.
FC BAYERN FRAUEN STARTEN DOMINANT IN DIE PARTIE
Die Bayern ließen den Engländerinnen keine Zeit zum Ankommen und machten direkt von Beginn an Druck. Bereits in den ersten acht Minuten erspielten sich die Münchnerinnen gute Chancen durch Bühl und Harder. In der 11. Minute war es nach schnellem Umschaltspiel der Bayern dann Giulia Gwinn im Strafraum, die präzise ins linke Eck traf.
Nach schwachem Beginn kamen die Citizens erst in der 26. Minute zu ihrer ersten richtigen Chance. Nach Grundlinien-Flanke von Hemp machte die Isländerin Viggósdóttir den Ball durch ihren Klärungsversuch erst richtig gefährlich. Das abgefälschte Spielgerät landete auf der Latte der Bayern und danach im Toraus. Im Anschluss an die Ecke der Engländerinnen schalteten die Spielerinnen von José Barcala schnell um. Die scharfe Hereingabe von Harder konnte Skyblues-Verteidigerin Casparji nur noch ins eigene Tor klären. So stand es nach dominanter Anfangsphase in der 28. Minute 2:0 für die Bayern.
Auch im Anschluss dominierten die deutschen Double-Siegerinnen die Partie. Kurz vor der Halbzeit überschlugen sich dann die Ereignisse: Zunächst flogen 2 Rauchtöpfe auf die linke Hälfte der Münchnerinnen. Sekunden später brachen die Skyblues über ebendiese linke Abwehrseite der Bayern durch und erzielten durch Mead überraschend den Anschlusstreffer zum 2:1-Halbzeitstand.
Trainer José Barcala wollte die Spielstörung allerdings nicht als Entschuldigung für die schwache Verteidigung seiner Mannschaft in dieser Situation gelten lassen.
„I don’t think that smoke was the reason why we conceded to be honest. I think we were a bit unbalanced already in the situation. […] I don’t think that’s an excuse. “
Bild: Maximilian Abt
MÜNCHNERINNEN LASSEN IN HÄLFTE ZWEI DEUTLICH NACH
Der Beginn des zweiten Durchgangs knüpfte nahtlos an die erste Hälfte an. Die Gastgeberinnen dominierten das Geschehen und kamen zu ordentlichen Chancen, jedoch ohne dabei wirklich zwingend zu sein.
Ab der 60. Minute übernahmen die Citizens zunehmend das Ruder. Nach einem Ball in die Spitze ging Bayern-Torhüterin Mahmutovic gegen die heranstürmende Fujino im Strafraum zu ungestüm in den Zweikampf. Bei dem daraus resultierenden Elfmeter machte die Keeperin ihren Fehler aber direkt wieder gut und parierte den schwach geschossenen Strafstoß von Stürmerin Shaw.
Statt sich davon unterkriegen zu lassen, wurde Manchester City immer spielbestimmender. Die Spielerinnen aus München hingegen konnten nicht an ihre starke Leistung aus der ersten Halbzeit anknüpfen. In der 86. Minute belohnte sich City und konnte in Person von Carlotta Wamser zum 2:2 ausgleichen. Im Strafraum völlig allein gelassen, traf sie präzise ins linke untere Toreck. Für die deutsche Nationalspielerin war es das erste Tor für ihren neuen Arbeitgeber.
Angepeitscht vom Großteil der knapp 4.300 Zuschauer:innen kamen die Bayern in der 2. Minute der Nachspielzeit zur letzten Großchance der Partie. Nach Flanke von Bühl vergab Stürmerin Imade im Fünfmeterraum per Kopf und verpasste so den Lucky Punch.
AUF START IN DIE CL-SAISON FOLGT AUFTAKT IM DFB-POKAL
Beim Start in die neue Champions League Saison, zeigte die Mannschaft von José Barcala zwei Gesichter. Auf eine sehr starke erste Hälfte folgte der Einbruch in der 2. Halbzeit.
Am Sonntag steht für die Bayern in der 1. Runde des DFB-Pokals direkt das nächste Pflichtspiel an. Zum Pokal-Auftakt geht es dann auswärts gegen die zweitklassigen Borussinen aus Mönchengladbach.