Die beste Knolle der Welt

Eine Ode an die Kartoffel

/ / Bild: M94.5 / Lilith Gradl

Wer Essen hamstert, kauft meistens Nudeln. Dabei gibt es zu den italienischen Weizenprodukten eine echte Alternative: Die Kartoffel. Sie ist vielfältiger, besitzt echte Superkräfte und verbindet dabei auch noch die verschiedenen Generationen. Ein Plädoyer von M94.5 Reporterin Lilith Gradl.

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Von jedem Deutschen heiß (und kalt) geliebt bildet die Kartoffel das Fundament der deutschen Küche. Kein anderes Produkt ist so vielfältig wie diese Knolle. Und deswegen ist sie auch über alle Altersgruppen hinweg so verdammt beliebt: Bei Kindern löst sie in Form von Chips oder Pommes strahlende Augen aus, bei Erwachsenen hilft sie in Form von Wodka gegen schlechte Laune und im Altersheim ist sie in pürierter Form der letzte Ausweg, wenn das Gebiss verloren geht.

Universales Mischgetränk: Manche Wodkasorten werden aus Kartoffeln hergestellt. Bild: M94.5 / Lilith Gradl

Aber die Kartoffel ist nicht nur als Mahlzeit äußerst flexibel, sondern auch in anderen Lebensbereichen ein echter Alleskönner. Angeblich soll sie Körper und Geist besänftigen und gegen Magenbeschwerden helfen.

Und auch bei eventuellen Versorgungsengpässen während der Coronakrise kann die Kartoffel aushelfen. Bei einem längeren Stromausfall ließe sich zum Beispiel Strom aus der Knolle erzeugen.

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Kartoffeln als Notstromaggregat

Potatoes are a girls best friend 

Viel schlimmer als ein Stromausfall ist eigentlich nur noch, dass aktuell alle Friseurtermine gestrichen sind. Eine Katastrophe für diejenigen, die mit grauen Haaren zu kämpfen haben. Aber auch hier können die Superkräfte der Kartoffel helfen.

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Auch graue Haare sind kein Problem für die Kartoffel

Schon die Inka wussten über den Wert der Kartoffel und haben ihre gesamte Kultur nach ihr ausgerichtet. Die Kartoffelgöttin Axomama (aka Kartoffelmama)  wurde fleißig angebetet und Feste oder Feierlichkeiten zu den Saat- und Erntezeiten organisiert. Erntedank, Axomama für deine herrliche Knolle der Erde! 

Dabei ist das braune Knollengemüse auch integrationsfähig. Denn obwohl die Deutschen die Kartoffel als gar so deutsch ansehen, ist sie ein internationales Beispiel für geglückte Integrationsgeschichte. Kommt sie ursprünglich aus Südamerika, so findet man sie in Italien als Gnocchi, in Polen als Piroggen und die Türkei kennt sie als Kumpir. 

Die Kirche allerdings, als sie auf Kreuzzügen die Kartoffel kreuzte, verdammte diese erstmal zur Frucht des Bösen. Vielleicht ja, weil sie der Erd-Apfel ist? Oder lag es doch eher an den Kohlenhydraten?

Bild: M94.5 / Joely Krabel

Dank Mark Watney – besser bekannt als “Der Marsianer” – ist auch der Mars von Kartoffeln erobert. Während er alleine auf dem roten Planeten feststeckt, ernährt sich Watney haupsächlich von Kartoffeln, die er mit seinem eigenen Kot düngt. Wenn man also mal wieder 57 Millionen Kilometer von der Heimat entfernt festhängt und das Pausenbrot zu Hause vergessen hat, ist der gute alte landwirtschaftliche Kartoffelanbau eine echte Lösung. 

Das sieht auch das International Potato Center in Lima, Peru ähnlich. Das ist die größte Einrichtung, die sich ausschließlich mit Kartoffeln befasst. Dort forscht man an der sexy gerundeten Knolle, um den Welthunger zu besiegen.

I’m in love with the shape of you ?

Na gut, wirklich sexy ist die Kartoffel natürlich nicht. Aber das macht ja auch gar nichts. Denn wie so oft zählen auch hier nur die inneren Werte – und davon hat die Kartoffel mehr als genug.