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Geld verdienen

Im Dienste der Wissenschaft

Autor(en): Elsbeth Föger am Sonntag, 19. Juli 2015
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Quelle: © Alf Melin(alf.melin)

Die Teilnahme an Studien kann ein lukrativer Nebenverdienst sein. Wir haben die besten Adressen für euch - garantiert ohne Stromschläge.

Keine Lust mehr auf Kellnern und Babysitten? Eine gute Alternative zum typischen Nebenjob kann die Teilnahme an wissenschaftlichen Studien sein. Mehr als ein, zwei Stunden Zeit in der Mittagspause braucht ihr dafür nicht, der Verdienst wird meist bar ausbezahlt – und ihr helft Forschern dabei, zu wissenschaftlichen Ergebnissen zu kommen.

Zocken für die Wissenschaft: Experimente zum Entscheidungsverhalten

Du hast das Zeug zum Banker? Gefahrlos ausprobieren kannst du dich in Experimenten zum ökonomischen Entscheidungsverhalten. Das Spannende daran: Wie viel Geld du verdienst, ist von deinem eigenen Kalkül und Köpfchen abhängig, und natürlich von ein bisschen Glück. Wer sich geschickt anstellt, kann in eineinhalb Stunden schon mal 50 Euro verdienen – oder mit nur acht Euro in der Tasche heimgehen. Ein Grundverständnis von Wahrscheinlichkeitsrechnungen kann nicht schaden. Besondere Mathematik-Kenntnisse brauchst du für die Teilnahme aber nicht. Vielmehr geht es den Wissenschaftlern darum, herauszufinden, wie teamfähig oder risikofreudig du bist – und ob du dein Geld auch mal mit anderen teilen würdest.  

Welche Arten von Fragen euch genau erwarten, darf hier leider nicht verraten werden: Schließlich will man euch im Experiment unvoreingenommen testen. Auch danach bleibt ihr (meist) darüber im Dunkeln, worum es der Studie eigentlich ging.

Angebote dieser Art gibt es unter anderem bei folgenden Einrichtungen:

MELESSA, eine Service-Einrichtung für Lehrstühle wie Volkswirtschaft und Psychologie

Max-Planck-Labor für Experimentalforschung der Sozialwissenschaften

Labor für experimentelle Wirtschaftsforschung an der TU

Institut für Soziologie

Gemütlich Geld verdienen: Internetexperimente

Am Samstagvormittag mal eine Viertelstunde lang einen Fragebogen ausfüllen? Keine Experiment-Form ist unkomplizierter und einfacher als das Internetexperiment. Du musst dafür nirgendwo hinfahren, hast keine lästigen Wartezeiten und beginnst das Experiment, sobald du Zeit dafür hast.

Doch auch hier gilt: Fairness ist wichtig! Wenn eine Wahrscheinlichkeitsrechnung auftaucht, nicht einfach Ergebnisse googeln oder wahllos klicken. Alle Aufgaben solltest du konzentriert und alleine lösen, sonst verfälschst du das Ergebnis der Studie. 

Online-Befragungen findet ihr beispielsweise bei MELESSA.

Nur für Wagemutige: Medizinische Experimente

Etwas riskanter, aber auch lukrativer ist die Teilnahme an medizinischen Experimenten. Bei einer Impfstudie am Institut für Tropenmedizin wird sie mit 950 Euro vergütet! Die Studien sind sehr unterschiedlich: Ihr füllt Fragebögen aus, unterzieht euch psychologischen Untersuchungen oder Verhaltenstests. Blutabnahmen oder MRT-Untersuchungen sind denkbar. Auch neue Wirkstoffe können auf ihre Verträglichkeit getestet werden.

Mitmachen könnt ihr in der Regel nur dann, wenn ihr bestimmte Bedingungen erfüllt (z.B. spezifische Altersgruppe, keine Schwangerschaft, kein Vorliegen bestimmter Erkrankungen, keine Einnahme von Medikamenten). Welche Risiken euch dabei erwarten, erfahrt ihr im Patienteninformationsblatt oder von eurem betreuenden Arzt.  An den Studien nehmt ihr meist über einen längeren Zeitraum teil – von wenigen Wochen bis zu einem halben Jahr.

Von den Studien erfahrt ihr durch Aushänge in den Medizin-Fakultäten – etwa in der Bibliothek nahe dem Klinikum Rechts der Isar oder an der LMU. Auch auf den Seiten von MediTUM, Proband werden und dem Uni-Klinikum (z.B. bei der Neurologie und Psychotherapie) werden unregelmäßig Stellen für Probanden ausgeschrieben.

Platte des Monats

„Einmal alles bitte!“ So ungefähr könnte man sich das Album von Oneohtrix Point Never im Plattenladen des Vertrauens bestellen. Stilbrüche sind das eine, aber einen einzigen Song aus verschiedensten Genres zusammenzustückeln, das andere. Und genau das macht sich Oneohtrix Point Never zu nutze, um Musikliebhaber für sich zu gewinnen oder zu verwirren. Unsere Redaktion ist zwar verwirrt, aber das im ganz positiven Sinn. 

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