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Lebenswerk des Dennis Ritchie

Der ewige Vergessene

Autor(en): Metehan Bastan am Mittwoch, 12. Oktober 2016
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Quelle: www.flickr.com

Dennis Ritchie

Eher Unbekannt, doch für die IT-Welt so einflussreich wie kaum ein anderer. Heute vor 5 Jahren ist der amerikanische Informatiker Dennis Ritchie gestorben. 

Ritchie ist ein Pionier unter Informatikern. Geboren am 9. September 1949 hat er den Grundbaustein für heutige Informationstechnologien gelegt.

Erste Schritte

Während seines Mathe und Physik Studiums in Harvard machte er bereits erste Erfahrungen mit dem Betriebssystem MULTICS (Multiplexed Information and Computing Service). Durch MULTICS inspiriert, wollten Ritchie und sein Kollege Ken Thompson ein simpleres und portables Betriebssystem entwickeln. Daraus resultierend entstand das Unix Mehrbenutzer-Betriebssystem für Computer.

Hauptsache einfach

Die Einfachheit war die Besonderheit dieses Systems. Denn es konnte zur damaligen Zeit bereits auf einfacher Hardware laufen und benötigte keinen „Supercomputer“. Um dies zu erreichen hat Ritchie die Programmiersprache C entwickelt, die heute auch auf vielen Computersystemen verbreitet ist.

Der Vize-Präsident von Amazon.com Werner Vogels, zitierte Ritchie auf Twitter anlässlich seines Todes: "Unix ist grundsätzlich ein einfaches Betriebssystem, aber man muss ein Genie sein, um die Einfachheit zu verstehen."

Grundlage der heutigen Technologien

Unix ist der Vorreiter verschiedener Betriebssysteme und Computer gesteuerten Geräte. Sozusagen die Mutter von iOS, Android und Co.. Zudem basieren so ziemlich alle elektronisch gesteuerten Geräte, die eine Software enthalten, auf Unix. Die Medizintechnik, Autos, WLAN-Router und sogar Haushaltsgeräte sind dank Dennis Ritchie das, was sie heute sind.

Auszeichnungen

Zahlreiche Ehrungen hat Ritchie erhalten. Für Unix erhielt er unter anderem die höchste Auszeichnung der Informatik Welt, den Turing Award und die Richard-W.-Hamming-Medaille. 1999 bekam er vom damaligen US Präsidenten Bill Clinton die „National Medal of Technology and Innovation“ verliehen. Dabei handelt es sich um die größte Auszeichnung, die für Leistungen im Technologiesektor in den USA vergeben wird.

Leben nach Unix und sein Tod

Bis zu seiner Rente 2007 arbeitete Ritchie bei Bell Labs. Am 12. Oktober 2011 wurde Dennis Ritchie im Alter von 70 Jahren Tod in seinem Haus aufgefunden. Die Ursachen sind bis heute unklar. Er war jedoch bei schwacher Gesundheit und leidete an Herzproblemen.

Nachwirken

Dennis Ritchie hat nicht nur die Informatik Welt revolutioniert: dank ihm stehen uns Möglichkeiten offen, die ohne sein Unix wohl nicht zustande gekommen wären.

Platte des Monats

Besinnen, hinterfragen, erkennen – keine Sorge, hier geht es nicht um die Werbung für den nächsten Yoga-Workshop, sondern um ein Bandprojekt, das schon seit 2003 existiert: Die US-amerikanische Indieband WHY?. Fünf Jahre nach dem letzten Release ist Yoni Wolf, der Kopf hinter WHY? mit einem neuen Album zurück. Produziert wurde im Homestudio „Moh Lhean“, das auch namensgebend für die Platte ist. Beim Hören wird man das Gefühl nicht los, man sei dabei in „Moh Lhean“, Yoni säße neben einem, grübelnd über die Welt und das Dasein.

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