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Rollschuhe und ein Reh: Das neue Video zum Song "Gold"

Neues Video: Chet Faker

Autor(en): Sophia Knopf am Mittwoch, 13. August 2014
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Quelle: Screenshot/https://www.youtube.com/watch?v=hi4pzKvuEQM

Bild 4

Früher verschrien, heute wieder voll im Trend - dass Rollschuhe aber wirklich cool sind, zeigt Chet Faker in seinem neuen Video. Und er beweist erneut, dass er ein Talent für sehr ungewöhnliche Videos hat.

Früher als altmodisch und unsportlich verschrien, passen sie heutzutage wunderbar zum angesagten Retro Look; Stardesigner entwerfen Schuhe mit fahrbarem Untersatz und auch zur Rollschuh Disko kann man wieder unbeschämt die klobigsten Exemplare hervorkramen. Dass Rollschuhe aber wirklich cool sind, zeigt Chet Faker in seinem neuen Video zum Song „Gold“.

Der australische Sänger und Produzent veröffentlichte im Frühjahr sein Studioalbum „Built on Glass“. Zu dem darauf erschienenen Song „Gold“ gibt es hier das neue Video zu sehen!
 


 

Erst unscharf, dann klar, bewegt sich der Zuschauer in den ersten Sekunden rückwärtsfahrend auf einem dunklen Highway. Dann taucht eine Frau auf – leichtbekleidet, aber Rollschuhe – und tanzt. Die fließenden Bewegungen erinnern an Eiskunstlauf und ergeben gemeinsam mit Fakers soulig angehauchtem Sound ein ziemlich stimmiges und fesselndes Bild. Spätestens als noch zwei weitere Tänzerinnen erscheinen, wächst der Wunsch, selbst die Rollschuhe auszupacken und ebenso leichtfüßig über einen Highway zu rollen. Bis hierhin sieht alles ganz klar nach einem (fast) gewöhnlichen Tanzvideo zu cooler Musik aus.

The idea of desire and dysfunction

Aber Chet Faker, der für ziemlich ungewöhnliche Videos bekannt ist, hat sich natürlich mehr dabei gedacht. Gemeinsam mit dem Regisseur Hiro Murai, ging es ihm um „the idea of desire and dysfunction featuring siren-like rollerskaters on a dark highway coaxing the viewer to the end of the line“.

Verständlicher wird die Aussage mit einem Blick auf die griechische Mythologie. Die „siren-like rollerskaters“ stehen für Sirenen, Fabelwesen also, ursprünglich teils Frau, teils Vogel, die mit ihrem Gesang Seemänner betörten - um sie anschließend zu töten.

Die Sirenen-Anspielung wird erst am Ende klar

Das Zusammenspiel von „desire and dysfunction“ wird damit auch erst zum Ende des Videos klar: Während man völlig gebannt der Choreographie zusieht, fällt überhaupt nicht auf, dass der Zuschauer von den Rollschuhfahrerinnen zurückgedrängt wird und mitten auf einen bedrückenden Anblick zusteuert: Ein Reh und ein ziemlich ramponiertes, liegengebliebenes Auto, in dem Chet Faker sitzt und singt. Und den drei Frauen nachblickt, die wieder unbefangen auf ihren Rollschuhen in der Tiefe der Nacht verschwinden.

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