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Surf & Style

Autor(en): Johannes Vogl am Mittwoch, 10. August 2011

München gilt schon seit langem als Mekka des Surfens. Grund dafür ist die Eisbachwelle. Für die nächsten Tage bekommt sie jedoch Konkurrenz: „The Wave“ steht im Rahmen des „Surf&Style“ am Münchner Flughafen.

Auf der größten künstlichen stehenden Welle der Welt wird am Wochenende die erste Europameisterschaft im „stationary wave riding“ ausgetragen.

Surfer lieben gutes Wetter. Scheint die Sonne, heißt es ab ins Wasser und rauf aufs Brett. In München sind die Surfer in diesen Tagen wetterunabhängig. Vom 18. bis 28. August können sie beim „Surf & Style 2011“ am Münchner Flughafen auf einer künstlichen Welle reiten. Sie ist neun Meter breit, eineinhalb Meter hoch und steht am Flughafen zwischen den beiden Terminals. Dort befindet sich die größte überdachte Freifläche Europas.

Europameisterschaft im „stationary wave riding“

Ausgedacht hat sich das Event-Modul „The Wave“ das Ehepaar Rainer und Susi Klimaschewski. Sie zählen zu den Gründern des Fluss-Surfens. „Damals schon war immer der Gedanke: Mensch, so eine Welle künstlich zu erzeugen, dass man sie überall hinstellen kann, das wäre eine tolle Geschichte“, sagt Rainer Klimaschewski. Vor drei Jahren haben sie dann mit „The Wave“ begonnen. Die Anlage beim Surf & Style ist etwa so groß wie zwei Tennisplätze und damit die bisher größte künstliche stehende Welle.

Das sportliche Highlight des Events findet am Wochenende (20./21.) statt. Dann treten die Profi-Flusssurfer bei der ersten Europameisterschaft im „stationary wave riding“, also Reiten auf einer stehenden Welle, gegeneinander an. 70 Teilnehmer aus neun Nationen kämpfen um den Titel. Mit dabei sind der Portugiese José Fernandez, der Schweizer Meister Martin Suter, aber auch lokale Surfhelden wie Tao Schirmacher und den als Mitfavoriten geltende Quirin Rohleder.

Surfen am Fluß - das andere Wellenreiten


Tao ist seit zehn Jahren eine bekannte Größe am Münchner Eisbach und mag das Surf & Style Event: „Grundlegend ist das eine super geile Location. Hier abzuhängen, mit einem Dach drüber – da kann man echt nichts sagen. Es ist viel cooler, als wir es uns vorgestellt haben.“ Surfen in der Natur sei aber doch etwas komplett anderes. Doch die Entwicklung, dass der Sport immer mehr kommerzialisiert wird ist nicht aufzuhalten – auch nicht beim Surfen. Tao: „Das ist eine normale Entwicklung. Ich denke aber, dass sie beim Surfen nie richtig ausartet, sondern eine natürliche Entwicklung nimmt.“

Palmen, Liegestühle, Cocktails

Die Surfer fühlen sich beim Surf & Style am Flughafen richtig wohl. Und nicht nur die: In der Chill-Out-Area machen es sich auch Zuschauer gemütlich. Dort kann man cocktailschlürfend unter Palmen im Liegestuhl fläzen. Ab der zweiten Woche werden Amateure und Anfänger dann selbst aktiv. Beim „offenen Surfen“ hat man die Möglichkeit das Wellenreiten mal auszuprobieren. Eine Haltestange garantiert Erfolgserlebnisse. Auf alle, die den Urlaub schon hinter sich haben, warten am Münchner Flughafen Feriengefühle. Besucher können übrigens bis zu fünf Stunden umsonst parken.

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