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Ein Lebenszeichen der "kleinen Bayern"

Ein erkämpftes 1:0 gegen Unterhaching hält die Klassenerhaltschancen aufrecht
Autor(en): Dennis Müller am Montag, 14. Februar 2011
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Einst galt München als die Fußballhochburg Deutschlands. In den Jahren 1999 bis 2001 stellte München sogar drei Bundesligavereine. Sechsmal pro Saison herrschte Ausnahmezustand in der Stadt. Und auch das sogenannte kleine Derby, wenn die FC Bayern Amateure gegen die 1860 Amateure in der damals noch drittklassigen Regionalliga aufeinandertrafen, brachte die Giesinger Höhen um das Grünwalder Stadion in Aufregung. Doch von den Spannungen rund um die einstigen hochbrisanten Duelle ist nicht mehr viel zu spüren.

Nur noch ein Derby übrig

Als die Sechzger 2004 in die 2. Bundesliga abstiegen, gab es nur noch ein zweitklassiges Derby. Als sich dann drei Jahre später Unterhaching in die Drittklassigkeit verabschiedete, war auch damit Schluss.Und auch das Amateurderby gibt es seit der Einführung der 3. Liga 2008, nicht mehr. Die kleinen Löwen verpassten im Gegensatz zu den kleinen Bayern die Qualifikation. Somit ist die Begegnung FC Bayern II gegen Unterhaching, abgesehen von ausgelosten DFB-Pokal-Derbys, das letzte echte Münchner Derby im Profifußball. Und diesen Dienstagabend ging es um alles.

Abstiegsangst und Ungewissheit

Bei diesem Duell standen beide Teams unter einem Riesendruck. Der FC Bayern II steht momentan auf dem letzen Tabellenplatz und hatte die letzten drei Spiele vor dem Münchner Duell verloren. Ein Sieg war dringend nötig, um wieder Hoffnung im Abstiegskampf zu schöpfen. Im Winter sprangen wichtige Leistungsträger ab. David Alaba zog es nach Hoffenheim, Christoph Knasmüllner wechselte zu Inter Mailand und Maximilian Haas möchte sein Glück in England beim FC Middlesbrough versuchen. Zudem musste das Team weiterhin auf die Langzeitverletzten Rouven Sattelmaier, Taygun Kuru und Deniz Yilmaz verzichten.

Talentfördermaschine Bayern II

Ein Abstieg wäre für die Reserve des FC Bayern eine kleine Katastrophe. Die Präsenz in der 3. Liga ist vorteilhaft, damit die zahlreichen Talente aus Bayerns Jugendabteilung Spielpraxis auf hohem Niveau bekommen, bevor sie sich dem Bundesliga-Alltag stellen müssen. Bei einem Abstieg wäre die Schere zwischen Regionalliga und Bundesliga aber größer. Auch die Spieler möchten sich für die erste Mannschaft empfehlen oder in den Blick anderer Vereine spielen. So haben Bastian Schweinsteiger, Holger Badstuber und Thomas Müller es in die Profimannschaft geschafft, aber auch Spieler wie Mats Hummels, Georg Niedermaier und Mehmet Ekici den Sprung in die Bundesliga gemeistert.

Gegenwind für Augenthaler

Bei der SpVgg Unterhaching brennt nach der 0:4-Niederlage am Freitag und der Niederlage im Derby am Dienstag der baum. Langsam kann man auch hier vom Abstiegskampf sprechen. Ein Großteil der Konzentration des Vereins liegt auf der schwierigen finanziellen Lage. Deshalb soll es einen langfristigen Umbruch im Team geben und verstärkt auf eigene Jugendspieler gesetzt werden. Da kommt mit dem Abstiegskampf eine unangenehme Zusatzbelastung hinzu und auch Trainerdiskussionen um Klaus Augenthaler wurde entfacht.

Den Blick nach vorne richten

Nun muss sich die SpVgg Unterhaching schnellstmöglich wieder aufrappeln, denn schon am Samstag kommt der Tabellenzweite aus Rostock in den Sportpark. Die zweite Mannschaft der Bayern hingegen wird versuchen den Rückenwind aus dem Derbysieg mit nach Heidenheim zu nehmen. Dort wird, ebenfalls am Samstag, um die nächsten wichtigen Zähler im Abstiegskampf gekämpft. Die Hoffnung ist wieder da!
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