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Ausgewechselt!

Autor(en): Veronika Lechl am Freitag, 2. März 2012
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Nach 8 Jahren Amtszeit tritt DFB Präsident Theo Zwanziger zurück.
Doch die Mission des ehemals mächtigsten Sportfunktionärs der Welt, und 20.Präsidenten des Deutschen Fußball Bundes ist noch nicht zu Ende.
Nach 8 Jahren Amtszeit tritt DFB Präsident Theo Zwanziger zurück.
Doch die Mission des ehemals mächtigsten Sportfunktionärs der Welt, und 20. Präsidenten des Deutschen Fußball Bundes ist noch nicht zu Ende.


„Es war eine unvergessliche Zeit, aber ich bin ein Projektarbeiter, und jetzt ist der richtige Zeitpunkt zu gehen.“, äußerte sich Theo Zwanziger gegenüber der Presse.
Der 66-jährige begleitete den DFB acht Jahre lang, durch Höhen und Tiefen und hinterlässt ein gut bestücktes Team. Nach der Verabschiedung von der Nationalmannschaft vergangenen Dienstag, wird Theo Zwanziger heute ein letztes Mal vor den 260 DFB-Delegierten Stellung zu seinem Rücktritt und auch seiner vorzeitig beendeten Amtszeit beziehen, bevor er anschließend mit dem Bundesverdienstkreuz durch Innenminister Hans-Peter Friedrich für seine soziales Engagement ausgezeichnet wird.

Seine Amtszeit war unbestritten alles andere als langweilig

Neben 2 Weltmeisterschaften im eigenen Land, begleiteten ihn auch der Schiedsrichterskandal um Roberty Hoyzer, sowie der Selbstmord des Torhüters Robert Enke. Gerade seine einfühlsame Trauerrede bei der Trauerfeier für Robert Enke, brachte ihm viele Sympathiepunkte bei Fußballern und Nicht-Fußballern ein. Aber auch für den Frauenfußball engagierte er sich besonders. 2010 gründete er die Theo-Zwanziger- Stiftung, die besonders den Mädchen- und Frauenfußball fördert.

Ministerpräsident Kurt Beck, würdigte ihn als Persönlichkeit: „die sich mit großem Engagement für die Weiterentwicklung des Deutschen Fußballes eingesetzt hat und dabei aber auch immer selbstkritisch geblieben ist. Theo Zwanziger hat an der Spitze des größten Sportverbandes nachhaltig gewirkt und entscheidende Weichen gestellt. Vor allem im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Rechtsextremismus hat er sich große Verdienste erworben. Dafür gebührt ihm unser Dank“

Auch wenn Zwanzigers Rücktritt für die Öffentlichkeit überraschend kam, entschieden hatte er sich dafür schon lange vor der offiziellen Rücktrittserklärung im Dezember 2011:
„Das war schon im vergangenen Sommer. Und es hing vor allem mit meiner Wahl in die Exekutive der FIFA und der daraus resultierenden Belastung zusammen. Damit habe ich ja nie gerechnet. Nicht nur, weil ich dachte, dass Franz Beckenbauer weitermacht. Ich war nach Beckenbauers Rücktritt der festen Überzeugung, dass es jemand aus der Liga macht. Aber beispielsweise ein Uli Hoeneß betrachtet die Dinge lieber von außen als von innen.“

Nach mehr als 20 Jahren beim DFB will sich Theo Zwanziger zukünftig verstärkt seiner Arbeit beim FIFA-Weltverband widmen.
Und für seine Mitarbeit in der umstrittenen Fifa-Exekutive hat der ehemalige Anwalt bereits genaue Vorstellungen und Ziele: „Wir arbeiten daran, eine Altersgrenze von 72 Jahren bei der FIFA durchzusetzen. Nach Gesprächen mit FIFA –Boss Joseph S. Blatter am Rande der Frauenfußball-WM war für mich klar, dass ich daran mitwirken will, die Reformen bei der FIFA durchzusetzen.“

Außergewöhnlich auch seine Haltung zum Ehrenpräsidenten. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern Egedius Braun und Gerhard Mayer-Vorfelder lehnt Zwanziger diesen Titel kategorisch ab.

Alles neu macht der März


Während sich Zwanziger bereits auf sein Engagement bei der FIFA vorbereitet, wurde heute bereits die Wahl um seine Nachfolge entschieden. Der designierte Nachfolger und einzige Kandidat Wolfgang Niersbach folgt ihm auf den Fußballthron nach und herrscht seit heute über die 6,8 Millionen Mitglieder und den somit größten Sportfachverband der Welt. Der 61-Jährige bekleidet bis heute noch das Amt als Generalsekretär und war damit der wichtigste Hauptamtliche Mitarbeiter des Verbandes. Macht und Verantwortung ist er somit gewohnt.

„Wolfgang Niersbach ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner des Bayerischen Fußball Verbandes. Er war nicht nur nach außen, sondern auch nach innen schon immer kommunikativ und ich bin deshalb sicher, dass er als Teamplayer auch mit den Führungspersonen aus dem regionalen Fußball sehr eng zusammenarbeiten wird“, erklärte BFV-Präsident Dr. Rainer Koch, der den designierten Nachfolger auch selbst vorgeschlagen hat. Und das ist längst nicht alles. Kein geringere als der Kaiser persönlich würdigte den neuen Präsidenten mit dem Ausspruch: „ Er ist der Beste!“ Was soll da noch schief gehen...

Bildquelle: mannheim_quadratestadt (Flickr) unter CC BY-SA 2.0
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