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Existenzängste im Studium

Studentenarmut

Autor(en): Aylin Dogan am Mittwoch, 15. März 2017
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Quelle: M94.5 Aylin Dogan

Ein leerer Geldbeutel - für viele Studenten Realität

Viele Studenten haben gerade mal genug Geld für die Miete oder Lebensmittel. Mehr als die Hälfte lebt unter dem Existenzminimum.

Ist die Prüfungszeit erst einmal vorbei, beginnt für die meisten Studenten wieder der beste Teil an ihrem Studentendasein. Feiern, in einem Restaurant Essen Gehen oder Verreisen ist aber mittlerweile für viele Studenten zum puren Luxus geworden.

Leben am Existenzminimum

Laut einer neuen Studie der Website Uniplaces, leben mehr als die Hälfte aller Studenten monatlich von weniger als 600 Euro. Zum Vergleich: Das allgemeine Existenzminimum liegt bei 735 Euro pro Monat. Bei einer Umfrage mit rund 1000 Studenten gaben 17 Prozent an, dass ihnen nach Abzug der anfallenden Rechnungen weniger als 50 Euro übrig bleibe. Somit gehören sie zur ärmsten Bevölkerungsgruppe in Deutschland.

BAföG – der Retter in der Not?

Wenn den Eltern die finanziellen Mittel fehlen, ein Nebenjob nicht ausreicht oder aus Zeitmangel nicht getätigt werden kann, dann wirkt BAföG wie die Lösung zu diesem Problem. Bei einem BAföG-Antrag müssen die Studenten einige Hürden überwinden: Die persönlichen Umstände und auch die finanzielle Situation der Eltern wird komplett durchleuchtet. Dabei gelten strenge Regelungen, die darüber entscheiden, ob ein Antrag angenommen wird oder nicht und wenn ja, wie viel Geld dann ausgezahlt wird. Zum Beispiel umfassen die Bafög Regelungen nur die Regelstudienzeit. Wer länger studiert, dem wird das Bafög gestrichen.

Neben BAföG greifen die Studenten auch auf Erspartes zurück, nehmen einen Bildungskredit auf oder ergattern ein Stipendium. Von denen werden aber nur sehr wenig Plätze vergeben und ein Kredit sorgt wiederum für Sorgen um die zukünftige Abzahlung.

Bundesländer im Vergleich

Besonders schlimm betroffen sind Bremen und Schleswig-Holstein. Hier leben etwa zwei Drittel unter der Armutsgrenze. In Saarland hingegen haben ein Drittel mehr als 1000 Euro zur Verfügung.

Bei der Unterstützung durch ihre Eltern liegen die Studenten in Bremen vorne (83%). Darauf können sich auch die 82% der bayerischen Studenten stützen.

Und sonst bleibt ja noch der Trost des Studentenstatus, durch den man mittlerweile auch bei einigen Nahrungsmitteln Rabatte bekommen kann.

Platte des Monats

Besinnen, hinterfragen, erkennen – keine Sorge, hier geht es nicht um die Werbung für den nächsten Yoga-Workshop, sondern um ein Bandprojekt, das schon seit 2003 existiert: Die US-amerikanische Indieband WHY?. Fünf Jahre nach dem letzten Release ist Yoni Wolf, der Kopf hinter WHY? mit einem neuen Album zurück. Produziert wurde im Homestudio „Moh Lhean“, das auch namensgebend für die Platte ist. Beim Hören wird man das Gefühl nicht los, man sei dabei in „Moh Lhean“, Yoni säße neben einem, grübelnd über die Welt und das Dasein.

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