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Minga, iMOGDy!

Autor(en): Jasmin Körber am Mittwoch, 1. Dezember 2010
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"Minga, i mog di", schallt es von zufriedenen Münchnern durch die ganze Stadt. Bald könnte das anders klingen: Mit der neuen Internetplattform "MOGDy" ist die Stadt Vorreiter im Bereich der elektronischen Bürgerpartizipation.

"Minga, i mog di", schallt es von zufriedenen Münchnern durch die ganze Stadt. Bald könnte das anders klingen: Mit der neuen Internetplattform "MOGDy" ist die Stadt Vorreiter im Bereich der elektronischen Bürgerpartizipation.

Social Network ist in, das hat man auch im Rathaus gemerkt. Neuerdings können die Münchner über eine Online-Plattform ihre Ideen, Vorschläge und Kritiken äußern. Nach einer kurzen Registration können partizipationswillige Bürger auch über Vorschläge von anderen abstimmen und diskutieren. Bereits 79 Menschen (Stand: 1.12.2010) haben sich auf dem MOGDy-Portal angemeldet und tauschen sich dort fleißig aus. Fritz Lesch ist einer von ihnen: "Ich sehe das Projekt als eine große Chance zum Mitdenken und Mitplanen an".

Kulturkalender als App

Die ersten Verbesserungsvorschläge sind auch schon eingegangen. So wünscht sich Herr Lesch beispielsweise eine münchenweite App, die jeden, der möchte, über anstehende kulturelle Veranstaltungen informiert. München ist die erste Stadt Deutschlands, die das zweiteilige Projekt gestartet hat. Im ersten Teil sind die Bürger gefragt: Sie sollen Wünsche oder sinnvolle Verbesserungs-Vorschläge einbringen. Im Anschluss daran schreibt die Stadt einen weiteren Wettbewerb aus, diesmal für Programmierer. Diese sollen dann geeignete Smartphone-Applikationen zur Umsetzung entwerfen. Aufseiten der Stadt erhofft man sich natürlich eine große Beteiligung der Bürger, auch von denjenigen, die nicht täglich im Internet aktiv sind. "Die schwierige Frage ist: Wie erreichen wir einen möglichst weiten Teil der Bevölkerung mit der Einschränkung auf eine Online-Plattform?", fragt Initator Markus Dapp.

Postadresse für Internetfaule

Auf diese Frage hat die Stadt München eine Antwort gefunden: Internetferne Bürger können ihre Ideen auch an eine Postadresse einsenden. Das MOGDy-Projekt verspricht die Chance, sich mit den Mitbürgern auch digital über politische Themen austauschen zu können. Auch die Mitsprache soll nicht zu kurz kommen. "Wenn man besser mit der Politik kommunizieren kann, von vorneherein nicht passieren", meint Friedrich Lindenberg. Er ist Mitglied von Liquid Democracy e.V., einem externen Partner von MOGDy.

Zuckerl als Motivation

Und ein kleines Zuckerl als Motivation gibts obendrein: Den Ideengebern der 5 beliebtesten Vorschlägen winken je 2 Plätze auf der nächsten Wiesn. Am 22. Januar werden die besten Einfälle vorgestellt und prämiert. Danach geht es in die zweite Runde und die Entwicklung der Applikationen beginnt.


Hier gehts zum MOGDy-Portal:
www.muenchen.de/mogdy →

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