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Erst fragen, dann wählen!

Autor(en): Paul Gerharz am Freitag, 26. Juli 2013
Quelle: © LinuxTag

Wahlkampf 2.0 - das sprechende Wahlplakat kandidatenwatch.de startet für die Landtagswahl.

 

Die parlamentarische Sommerpause in Berlin und München hat begonnen und in knapp zwei Monaten stehen die Bundes- und Landtagswahlen in Bayern vor der Tür. Und bevor man wieder 620 Bundes- und 187 bayerische Landtagsabgeordnete als gewählte Volksvertreter in die Parlamente schickt, bietet es sich an, mal zu schauen, was diese die letzten vier Jahre eigentlich so alles getrieben haben und vor allem, was die neuen Kandidaten so alles vorhaben. Eine Möglichkeit, das zu tun, bietet die Seite abgeordnetenwatch.de. Seit 2004 kann man dort seinen Abgeordneten auf die Finger schauen und auch kritisch nachfragen. Interessant ist da vor allem die Übersicht über das Stimmverhalten der Abgeordneten, die gleichzeitig einen erhellenden Überblick über die Abstimmungen des politischen Alltagsgeschäfts geben - von Glasfaserausbau bis zum nächtlichen Verkaufsverbot von Alkohol an Kiosken. Allerdings sind die Unterschiede innerhalb einer Fraktion nicht sehr groß. Fraktionszwang lässt grüßen.

Kandidatenwatch.de – wer früher fragt, ist länger schlau

Wem die Wahlplakate der Kandidaten als Informationsquelle nicht ausreichen, kann bei Kandidatenwatch auch einzelne Kandidaten mit seinen Fragen löchern. Kandidatenwatch ist ein Service von abgeordnetenwatch.de. Vervollständigt wird das Angebot durch die einzelnen Wahlprogramme der Parteien und einen kleinen Ausflug ins Wahlrecht.

Einen Beigeschmack hinterlässt die Möglichkeit der Politiker, sich bei kandidatenwatch.de für 179€ eine sogenannte Profilerweiterung zuzulegen. Die in der Profilerweiterung enthaltene Foto-Option kann einzelne Kandidaten durchaus professioneller erscheinen lassen. Die Reihenfolge der angezeigten Kandidaten hängt aber allein von der Anzahl der gestellten Fragen und Antworten ab, was am ersten Tag noch nicht sonderlich aussagekräftig ist.

Offline = abgewählt?

Was macht eigentlich ein Politiker, der kein Internet hat und nicht immer sein Profil nach neuen Fragen auf abgeordnetenwatch.de checken will? Jeder Facebooknutzer wird mir Recht geben, dass es durchaus angenehmeres gibt. Tja , die Person steht dann wirklich schlecht da. Will man sich einen ersten Überblick über die Kandidaten oder Abgeordneten verschaffen und stößt auf viele Fragen und keine Antworten, wird man sich das mit der Stimme bzw. Wiederwahl zweimal überlegen. Da kann der Politiker noch so fleißig Ausschussarbeit leisten und von Veranstaltung zu Veranstaltung tingeln. Wer beim Wahlkampf 2.0 nicht mitmacht, hat zumindest bei der jüngeren Generation schlechte Karten.
 
Trotzdem bleibt abgeordnetenwatch.de und kandidatenwatch.de eine gute Möglichkeit, kritisch nachzufragen, und für die Politiker, auch mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Wer sich dann noch gerne nach 10 Uhr am Kiosk ein Bierchen kaufen will, dessen Wahlentscheidung ist Dank abgeordnetenwatch.de vielleicht schon gefallen.

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