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Die Szene wandert weiter

Locationwechsel, Schließungen und Neueröffnungen
Autor(en): Matthias Middendorf am Montag, 20. August 2012
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Die Münchner Clubszene verändert sich. In den kommenden Monaten stehen mehrere Locationwechsel an. Wir zeichnen die Wege nach.

Im Atomic Café in der Neuturmstraße ist Ende 2013 endgültig Schluss. Der Mietvertrag läuft aus und wird nicht wieder verlängert. So schlimm ist's aber dann doch nicht, denn das Mekka aller Indiepop und Soul-Liebhaber wird vermutlich in den ehemaligen Crown's Club nur wenige Meter entfernt ziehen. Der wiederum musste 2011 einem Laden für Designer-Klamotten weichen und die Innenstadt verlassen. Die neue Heimat liegt seitdem an der Rosenheimer Straße, samt Restaurant und Nachtbiergarten. Übrigens residierte in der Location an der Rosenheimer Straße vorher das Pacha, das sich inzwischen allerdings, mit einem Umweg über den ehemaligen Volksgarten, am Maximiliansplatz angesiedelt hat. Das Pacha ist aber nicht der einzige Club der schon des Öfteren umgezogen ist.

Umzug als Konzept


Ein Flachbau an der Reichenbachbrücke (früher ein italienisches Restaurant) beherbergt aktuell noch die Rubybar. Bereits vor neun Jahren startete das Übergangs-Konzept mit einem Club am Jakobsplatz. Das Motto ist seit dem: Interim. Die Veranstalter reisen in unregelmäßigen Abständen in neue Räumlichkeiten, die zur Zwischennutzung ausgeschrieben sind. Der Club bleibt dann meist nur kurz an einem Ort, bevor er wieder für ungewisse Zeit verschwindet. Inzwischen schon zum fünften Mal. Das ehemalige Restaurant wird noch dieses Jahr abgerissen, bis dahin lohnt sich ein Ritt im "Jockyclub" oder im Biergarten nebenan.

Neueröffnungen

Im Herbst bekommt auch das Glockenbachviertel einen neuen Club. Der Musiker und Komponist Gerd Baumann eröffnet zusammen mit dem Sportfreunde Stiller-Sänger Peter Brugger das "Milla". Es öffnet seine Türen in den ehemaligen Räumen des "Bachbetts" in der Holzstraße. Dort soll eine Art Künstlerlokal entstehen, wo sich vor allem Musiker und Kreative treffen können. Und wenn man vom Glockenbachviertel über den Altstadtring in Richtung Stachus geht, kommt man zum ehemaligen Atlantis Kino. Dort wird noch in diesem Jahr ein neuer Club eröffnen. Die Genehmigung steht bereits, alles andere liegt unter strengster Geheimhaltung. Allerdings ist die Konkurrenz für den Club groß, denn die Sonnenstraße ist keine Zigarettenlänge entfernt.

Anzugspunkt Sonnenstraße

Die Straße zwischen Sendlinger Tor und dem Maximiliansplatz hat sich in den letzten Jahren zur Partymeile Münchens entwickelt. Das 2004 eröffnete Cord mit gläsernem Ausblick auf die Sonnenstraße wird am 25. August allerdings vorübergehend seine Türen schließen. Die Betreiber wollen den Laden aber bereits Ende September mit neuem Konzept wiedereröffnen. Vielleicht unter neuem Namen, vielleicht mit neuem, an die Nachbarn (Milchbar) angepassten Musikstil. Die Milchbar zog 2008 ebenfalls in die Sonnenstraße in die Räumlichkeiten der ehemaligen Disco Palermo. Vorher noch am eher abgelegenen Optimolgelände am Kunstpark Ost gelegen, gesellt sich die Milchbar inzwischen in die Nachbarschaft von Baby, Rote Sonne und 089 Bar.

Backstage: Status quo

Und dann wäre da noch das Thema Backstage: Zwangsräumung an der Reitknechtstraße ja oder nein, Ende 2012, Mitte 2013 oder jetzt doch Mietverlängerung? Aktueller status quo ist, dass das Backstage, so wie es aktuell besteht, bis Ende 2013 bestehen bleiben wird. Die Zwangsräumung ist also erst mal vom Tisch.
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