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Die große Enthüllung reloaded

Autor(en): Anne Kostrzewa am Donnerstag, 27. Januar 2011
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Am 28. Januar feiert Europa den Tag des Datenschutzes, gleichzeitig erstürmt Wikileaks mit 5 verschiedenen Büchern zum Thema wohl bald die Bestsellerlisten. Obwohl sich die beiden Philosophien grundsätzlich unterscheiden, mögen wir sie doch eigentlich beide. Sehr gern sogar.

Spätestens seit der Veröffentlichung der 220 ersten Depeschen auf Wikileaks Ende November des letzten Jahres dürfte sich so mancher Staatsherr oder Diplomat nach etwas mehr Schutz und Sicherheit für die beruflichen Daten sehnen.

Doch das gemeine Volk reibt sich diebisch-schadenfroh die Hände, wenn es „denen da oben“ auch mal gezeigt wird und die Enthüllungsplattform den Politikern die Hosen auszieht. Datenschutz? Ach komm! Die haben es verdient!

Da sich die volksnahe Räuberbande Wikileaks mit ihrem Chef Robin Hood, äh, Julian Assange, größter Beliebtheit in der Bevölkerung erfreut, ist anzunehmen, dass auch die anrollende Flut von Büchern zum Thema Wikileaks bis in die oberen Plätze der Bestsellerlisten schwappen wird.

Allein in Januar und Februar gibt es 5 Veröffentlichungen verschiedener Werke.

M94,5 hat für euch eine Übersicht zusammengestellt, die durch fachkundige Leseempfehlungen erweitert wird:

1. „Julian Assange - Der Mann, der die Welt verändert“

Das Buch von Carsten Göring und Katrin Nord lädt ein, sich ganz persönlich mit Julian Assange auseinanderzusetzen. Von seiner Jugend und den Anfängen als Hacker begleiten sie ihn bis zu seinem Streifzug durch den internationalen Cyberspace, wo er als Herr der Diebe die Supermächte dieser Welt das fürchten lehrte. Da hat man beim nächsten Kaffeekränzchen auch gleich die Möglichkeit, auf Grund fundierter Literatur mal die Psyche dieses armen Jungen auszudiskutieren und wie es denn so weit kommen konnte...

2. „Wikileaks und die Folgen“

Der Suhrkamp-Verlag hat gründlich recherchiert: „Die Hintergründe. Die Konsequenzen.“ verspricht das Buch, das einen repräsentativen Querschnitt durch die in den letzten Monaten veröffentlichten Texte bietet. Das Faktenmaterial eignet sich für Studenten der Literatur-, Kommunikations- und sonstiger Wissenschaft. Zum Beispiel als Sekundärliteratur für die nächste Hausarbeit: „Wikileaks. Ein Phänomen wird diskutiert.“

3. „Staatsfeind Wikileaks“

Ein politischer Thriller auf höchstem Niveau, geschrieben von den beiden Spiegel-Autoren Marcel Rosenbach und Holger Stark. Die beiden Herren, die Assange persönlich kennen und zum erlesenen Kreis der internationalen Journalisten gehörten, die die Depeschen auswerten durften, bieten einen umfassenden Einblick in Leben und Werk des Julian Assange. Zu empfehlen an alle Fans des DaVinci-Code, die auch Politikwissenschaften studieren.

4. „Inside Wikileaks“

Die Leaks in Wikileaks. Der ehemalige deutsche Mitarbeiter Daniel Domscheit-Berg plaudert aus dem Nähkästchen. Skandalpotential für alle Lästerfreunde und Verschwörungstheoretiker.

5. So geheim, noch ohne Titel

Oh ja, sie wird kommen: Die Autobiografie des Großmeisters selbst. Julian Assange schreibt sein Leben nieder. Ob er dabei auch das Geheimnis seiner Haarfarbe lüften wird, wird sich im April bei der Veröffentlichung klären. Das Buch, noch ohne Titel und Cover, wir der Wiki-Welle die Schaumkrone aufsetzen.

Platte des Monats

Die besten Jahre sind vorbei? Laut International Music ja. Für die deutsche Musikwelt scheinen aber noch gute Jahre bevorzustehen. Zumindest mit Die besten Jahre, dem Debütalbum des Essener Trios. Angelehnt an experimentelle Rockbands aus den 1960ern beherrschen sie das breite Spektrum an psychedelischen Klängen perfekt und mischen sie mit wunderbar erfrischenden Texten über die Schulzeit oder einen Kneipenabend.

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