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#hoodiejournalismus: Solidarität im Kapuzenpulli

Quelle: © Radio M94.5(M94.5)

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Der Online-Chef der SZ soll in die Print-Chefredaktion kommen. Die Printredakteure sind dagegen - Unzählige Onlinejournalisten dafür.

Wie ein Lauffeuer verbreiten sich am Sonntag Fotos von Menschen in Kapuzenpullis auf Twitter. Allesamt Journlisten. Sie solidarisieren sich mit Stefan Plöchinger, Online-Chef der SZ und bekennender Kapuzenpulliträger.

Stefan Plöchinger leitet seit 2011 die Onlineausgabe der Süddeutschen Zeitung. Und das macht er auch ganz gut. Deswegen soll er in die Chefredaktion der Print-Ausgabe aufgenommen werden, wenn es nach Print-Chef Kurt Kister geht. So soll die publizistische Einheit von Online- und Printausgabe gestärkt werden. Doch die Printredaktion leistet Widerstand. Genauer gesagt der "Impressionen-Rat" der SZ, eine Gruppierung aus leitenden Redakteuren und Ressortleitern. Der "Onliner" Plöchinger sei nicht für den Aufstieg in die Printwelt geeignet. 

Internetexperte oder Journalist?

Die Debatte um Stefan Plöchingers Aufstieg in die Print-Chefredaktion schlägt hohe Wellen. Sie lässt die grundsätzliche Diskussion, ob Online-Journalismus überhaupt "echter" Journalismus sei, neu aufflammen. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gießt zusätzlich Öl ins Feuer: "Wobei ja vielleicht wirklich nichts dagegen spricht, einen Internetexperten in die Führungsriege der Zeitung aufzunehmen. Wäre es aber dann nicht sinnvoll, auch einen Journalisten in die Chefredaktion von Süddeutsche.de zu holen?" 

 

#hoodiesolidarität auf Twitter

Aber dann ist da auch noch die andere Seite. Die Leute, die Online-Journalismus sehr wohl für vollwertigen Journalismus halten, und in ihm die Zukunft der Zeitung sehen. Viele von ihnen solidarisieren sich mit Stefan Plöchinger, dessen Vorliebe für Kapuzenpullis wohlbekannt ist, indem sie sich selbst im Hoodie fotografieren. Unter dem Hashtag #hoodiejournalismus löst sich eine ganze Welle solcher Tweets aus. Zahlreiche Journalisten wie Dominik Rzepka aus dem ZDF-Hauptstadtstudio oder Björn Erichsen von stern.de sprechen sich für Plöchinger aus. Auch ein Tumblr-Blog wurde eigens für die Hoodie-Journalisten eingerichtet. 

 

Aus Candystorm wird Kapuzensturm

Stefan Plöchinger selbst bedankte sich via Twitter für den Candystorm - pardon, Kapuzensturm - seiner Kollegen. Jedoch hat er leichte Bedenken, dass er sich ab jetzt an eine recht einseitige Kleiderordnung zu halten hat.

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