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Studenten der KU haben innovative Idee

Fastenapp aus Eichstätt

Autor(en): Niko Russ am Mittwoch, 17. Februar 2016
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Quelle: Theresa Schwab/Fisch und Frei

Logo von Fisch und Frei

Fasten heißt verzichten. Jetzt drehen drei Religions-Pädagogik-Studenten den Spieß um. Sie versenden in der Fastenzeit kleine Botschaften.

Ein digitaler Kalender, der Impulse für jeden Tag liefert. Was nach einer Idee für die Adventszeit klingt, ist in Wirklichkeit ein Fastenkalender. Und was nach gutbezahlten Entwicklern aus der IT-Branche klingt, ist die Idee von drei Studenten aus Eichstätt: Hanna Lutz, Katja Oetter und Christian Glaser. Sie studieren Religionspädagogik im fünften Semester.

Alles begann im Hörsaal

Im Rahmen eines Seminars sollten sie ein Projekt mit neuen Medien auf die Beine stellen. „Am Anfang war es den Studierenden nicht so ganz klar, was ich mit diesem Projekt erreichen möchte“, sagt die Dozentin des Kurses, Simone Birkel. Doch schnell haben die Studierenden die Herausforderung angenommen und das Projekt zu ihrem gemacht. „Um Weihnachten rum haben wir die Idee gehabt, eine Fastenapp zu machen.", erzählt Student Christian Glaser.

Gesagt - getan? Nein. So einfach ging es dann doch nicht. Was heute per Website, Facebook und WhatsApp an die Nutzer kommt, war ein ganzes Stück Arbeit.

Arbeit, Arbeit, Arbeit

Stundenlanges Einlesen auf Programmierungsblogs haben die drei hinter sich. Und wie soll das Ganze heißen? Wie soll das Logo aussehen? Auf „Fisch und Frei, sei dabei“ ist die Entscheidung gefallen. Im Logo zu sehen: ein gemalter, grüner Fisch. Sie nennen ihn Igor. Doch Igor macht Arbeit -  auch jetzt, wo eigentlich die Semesterferien vor der Tür stehen. Aber sie arbeiten für ihre Idee: „Momentan geht es darum, dass die Impulse auch in der Reihenfolge zusammenpassen und welche überhaupt in den Kalender kommen“, sagt Glaser.

Als Nutzer kriegt man dann jeden Tag ein Bild mit einer Botschaft. Am achten Tag der Fastenzeit gibts zum Beispiel einen Teil des Lieds „Auf Uns“ von Andreas Bourani. Der Gedanke dazu: „Gute Freunde kann nichts stoppen.“ Das Bild: Nackte Füße und Hände bilden einen Kreis auf grünem Gras.

Immer mehr User für die App

Um die 200 Leute bekommen diese Botschaften täglich per WhatsApp. Das hält die drei Studenten ganz gut in Schach: „Das funktioniert nicht automatisch, sondern wir müssen das quasi beantworten“, sagt Glaser. Da kann es schonmal bis mittags dauern, bis die Nachricht alle haben. Doch das tut dem Erfolg keinen Abbruch.

Keiner hätte gedacht, dass es diese Ausmaße annimmt. „Dafür dass es eigentlich so ein kleines, studentisches Projekt für Eichstätt werden sollte, hat es jetzt in letzter Zeit doch einen relativ großen Zuwachs erhalten“, sagt Simone Birkel. Junge Leute reagieren oft mit „cool“, ältere finden die Inhalte „frisch“, die die Eichstätter Fastenapp-Kombo liefert.

Moderne Medien als Wegbereiter

Was alles ganz locker klingt, hat aber einen ernsthaften Hintergrund. Mit Projekten wie diesem will Religionspädagogin Birkel die Kirche nach außen tragen und die Ideen auf einfache Art und Weise vermitteln. „Wir wollen am Puls der Zeit sein und da hilft es sehr wenig, irgendwelche kirchlichen Verlautbarungen nach außen zu tragen“, sagt sie. So sollen sich Jugendliche auf spielerische Art  „mit dem eigenen Leben“ und „mit Gott“ beschäftigen.

Wie geht es weiter?

Noch bis Ostern läuft die Fastenzeit. Dann ist natürlich erstmal Schluss mit der App. Ob es danach eine andere Aktion geben wird, wissen die Studierenden noch nicht. Im Moment haben sie zu wenig Zeit, um das zu klären. Dozentin Birkel gibt jedoch schonmal ihren Segen: „Sie können das vielleicht auch vermarkten, wie auch immer. Es ist das Projekt der Studierenden und wie sie das fortführen, ist deren Sache“, sagt sie.

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