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Der neue Webstandard IPv6

Autor(en): Lisa Fischer am Mittwoch, 6. Juni 2012
Quelle: © Mikkel Rønne(newfilm.dk)

Von unterwegs über das Smartphone den Essensvorrat im Kühlschrank überprüfen? Mit IPv6 vielleicht keine allzu utopische Zukunftsvision mehr...

Von unterwegs über das Smartphone den Essensvorrat im Kühlschrank überprüfen? An einem eiskalten Wintertag von der Uni aus schon mal die Heizung im Wohnzimmer anschalten? Das ist nun keine allzu utopische Zukunftsvision mehr. Internetfirmen wie Google, Facebook und Telekom haben das neue IPv6 (Internetprotokoll Version 6) eingeführt.

Bisher bekommt jedes Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, automatisch und zufällig eine IP-Adresse von seinem Internetanbieter zugewiesen. Die IP-Adresse ist sozusagen eine „Hausnummer“ im Internet. Sie ist dafür da, dass alle Informationen, die durch das Internet geschickt werden, an die richtige Adresse gelangen.

Die Vergabe der IP-Adressen erfolgte bislang in der Regel dynamisch. Das bedeutet: Bei der Netzeinwahl erhält man jedes Mal eine andere und neue Adresse. Dadurch surft man im Netz relativ anonym.

Von IPv4 zu IPv6

Der bisherige Standard nennt sich IPv4 (Internetprotokoll in der 4.Version). Bestehend aus 32 Ziffern, lassen sich damit in allen denkbaren Kombinationen 4,3 Milliarden IP-Adressen erstellen. Man sollte doch meinen, das sei ausreichend für alle Internetnutzer. Aber falsch gedacht. Der aktuelle Internethunger von rund sieben Milliarden Menschen kann dadurch nicht gestillt werden. Heutzutage besitzt  beinahe jeder ein internetfähiges Gerät und somit sind die Ressourcen der IP-Adressen fast aufgebraucht.

Ein neuer Webstandard musste her, er nennt sich IPv6. Er besteht aus ganzen 128 Stellen und macht somit 340 Sextillionen Adressen möglich. Um sich diese Zahl einmal besser vorstellen zu können: 340.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.

Die große Angst der Datenschützer

Theoretisch wäre es also möglich, jedem einzelnen Internetnutzer eine eindeutige eigene IP-Adresse zuzuordnen. Die Datenschützer befürchten hierbei, dass die Internetnutzer dadurch zu „gläsernen Menschen“ werden und all ihre Vorgänge im Netz komplett nachvollziehbar wären.

Internetanbieter geben aber Entwarnung. Auch bei IPv6 sollen, wie bisher üblich, die Adressen zufällig und dynamisch vergeben werden.
Außerdem gehören zu dem IPv6-Standard die sogenannten Privacy Extensions („Datenschutzerweiterungen“). Sie bewirken, dass jeder Rechner den zweiten Teil seiner IP-Adresse in gewissen Zeitabständen neu festlegen kann. Er kann also anhand seiner IP-Adresse nicht mehr identifiziert werden.

Welche Probleme könnten auf User zukommen?

Da IPv4 und IPv6 nicht kompatibel sind, kann es in seltenen Fällen dazu kommen, dass das Internet langsamer wird. Um diesen Fehler zu vermeiden, empfiehlt es sich, ein aktuelles Betriebssystem zu benutzen oder die Einstellung im Router für den Internetzugang zu verändern. Unter http://ipv6test.google.com kann jeder Internetnutzer testen, ob sein Betriebssystem fit für IPv6 ist.

Bildquelle:newfilm.dk unter CC BY 2.0

 

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