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Platten vor die Säue

N.E.R.D. - No_One Ever Really Dies

Quelle: @Smi Col

N.E.R.D. - No_One Ever Really Dies

Es ist das erste Album der Band seit sieben Jahren: mit No_One Ever Really Dies melden sich N.E.R.D. nun zurück, und überfordern ihr Publikum.

Nerds sind sie definitiv nicht: Pharrell Williams, Chad Hugo und Shay Haley. Höchstens Musik-Nerds, aber inzwischen vor allem reiche und einflussreiche Produzenten. Pharrell und Chad machten sich bis 1999 vor allem als Produzenten-Duo „Neptunes“ einen Namen. Ihr Debutalbum als N.E.R.D. und mit gesanglicher Unterstützung von Shay kam 2001 raus. Seit In Search of... hat die Band über die Jahre noch drei weitere Platten veröffentlicht. Ihr mittlerweile fünftes Studioalbum ist nun diesen Freitag erschienen. Wie so viele US-amerikanische Alben zur Zeit, beschäftigt sich auch No_One Ever Really Dies mit der politischen Situation in den USA. Ihre Songs richten sich gegen Polizeigewalt, rechte Hetze und Rassismus.

Bigger. Better. N.E.R.D.

Die Band aus den USA vermischen Einflüsse aus Rock und Hip Hop. Auf No_One Ever Really Dies klingt ihr Sound aber zusätzlich noch deutlich elektronischer als sonst. Ausgefallene Melodien treffen auf minimalistische Rhythmen. Trotzdem klingt jeder Song ein bisschen anders. Das liegt auch an den vielen Kollaborationen auf dem Album. „Don't Don't Do It“ featurin Kendrick Lamar klingt gleichzeitig entspannt und tanzbar. Vom Sound her geht der Track mehr in die Jazz-Hop Richtung. Weitere beteiligte Künstler sind Rihanna, die gleich auf dem Opener des Albums zu hören ist, M.I.A., oder Future. Eine musikalisch ziemlich überraschende Kombination ist auch auf dem letzten Track zu hören: auf „Lifting You“ zeigt sich Schmuse-Sänger Ed Sheeran in einem Dub-Reggae Song von einer ganz ungewöhnlichen Seite.

Sie wollen viel - zu viel auf einmal

Es ist ein Album der Superlative. Das merkt man nicht nur durch die vielen namhaften beteiligten Künstler. Auch die Songs drehen voll auf. N.E.R.D. lassen kaum Raum zum Durchatmen, den man beim Hören aber durchaus gebrauchen könnte, um nicht komplett überfordert zu werden. Trotzdem lohnt sich das Album, besonders wegen der vielen unterschiedlichen Tracks. Es fehlt aber ein bisschen der rote Faden. Freunde von experimentellem Hip Hop kommen aber sicher auf ihre Kosten. Denn No_One Ever Really Dies ist ein Album, das musikalisch einige Überraschungen bereit hält.

Gesamtwertung: 3 von 5 Punkten.

No_One Ever Really Dies erscheint am 15. Dezember 2017 auf Smi Col (Sony Records)

Platte des Monats

Hinter unserer Platte der Monate Dezember und Januar steckt eigentlich nur eine Person mit wuscheligen Haaren und Nerdbrille. Nämlich der 22-jährige Jack Hubbel aus Philadelphia. The Hobbyist ist bereits sein neuntes Album mit experimentellem Sound zwischen psychedelischem Pop und Postpunk. Oder wie er selbst sagt: Bedroom Pop.

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