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Jim Adkins im Ampere

Südstaaten-Scheunen-Romantik

Autor(en): Johanna Roth am Sonntag, 30. August 2015
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Quelle: Johanna Roth

Jim Adkins live im Ampere, präsentiert von M94.5

Nach über 21 Jahren als Frontmann von Jimmy Eat World ist Jim Adkins solo unterwegs. M94.5 hat das Konzert im Ampere präsentiert.

Ein bisschen erinnert das Setting an O.C. California. Wo sonst gibt es Konzerte von super bekannten Künstlern in kleiner Runde und cooler Location - doch nur in solch extravaganten Fernsehserien. Aber es gibt auch noch Ausnahmen - wie am Freitagabend im Ampere. Da war Jim Adkins, seines Zeichens Sänger und Gründungsmitglied von Jimmy Eat World, zu Gast.

Jim Adkins findet das Münchner Publikum sehr höflich. Und tatsächlich hat das Publikum von Anfang an gebannt geschwiegen und hört zu, wenn es kleine Ansprachen gibt und bricht dafür nach den Songs in tosendem Applaus aus.

Volkslieder und Coversongs

Zu Recht, denn was Jim Adkins da hinlegt, ist eine eineinhalbstündige Meisterleistung. Wenn man zu Anfang des Konzerts noch teilweise die Drums vermisst, so legt sich das spätestens nach den ersten zwanzig Minuten. Spätestens dann stellt sich nämlich heraus, was für ein grandioser Solokünstler da gerade auf der Bühne steht.

Nicht nur in München, sondern auf seiner gesamten Solotour begeistert er mit "Unplugged-Versionen" seiner Songs und natürlich einigen Jimmy Eat World-Klassikern. Die weitere Songauswahl ist sehr eigenwillig und mit einem Augenzwinkern von seiten Jim Adkins gewählt: amerikanische Volkslieder wechseln sich mit verschiedenen Coversongs von z.B. The Magnetic Fields oder Cyndi Lauper ab.

Ampere wird zur Südstaaten-Scheune

Die glänzenden Augen bei der einen, das zustimmende, rhytmische Nicken bei der anderen Hälfte des Publikums beweisen, dass auch der Letzte von der einzigartigen Stimmung gepackt wird. Das Konzert hat etwas unfassbar Intimes. Immer wieder bilden sich kleine Chöre, die inbrünstig die Songs mitsingen und gebannt sind von der Südstaaten-Romantik, die man hier erlebt.

Kein Wunder, Jim Adkins stammt ja ursprünglich aus Arizona. Und dass das Ampere mit seinen Holzbalken und der langgezogenen Form an eine Scheune erinnert, hilft dieser Vorstellung ungemein.

"Honestly this means the world to me."

Die Stimmung greift auch auf Adkins über, der - sichtlich gerührt - immer wieder Danke sagt, Danke an treue Fans, die ihn nach so vielen Jahren und auch bei seiner Solokarriere unterstützen. Nach eineinhalb Stunden ist das Konzert vorbei. Die glänzenden Augen und das glückselige Lächeln auf den Gesichtern der Zuschauer hält an. Und nach dem Konzert nimmt Jim Adkins sich draußen noch viel Zeit für seine Fans, beantwortet Fragen und  macht Fotos. Ein toller Kerl. Ein toller Abend.

Aber wie heißt es so schön in einem "You Were Good" vom letzten Jimmy Eat World Album: "It was good, it was good, it was gone."

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