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Stealing Sheep im Interview

Englands "Band der Stunde" im Gespräch mit M94.5
Autor(en): Maria Fedorova am Freitag, 27. September 2013
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Quelle: M94.5

Drei junge Frauen aus Liverpool, die zusammen die Band "Stealing Sheep" bilden, wurde schon nach der Veröffentlichung ihrer ersten EP zur "Band der Stunde" in UK ernannt. Mit ihrem Debüt-Album "Into the Diomand Sun" haben Stealing Sheep ihr Indie-Folk Image noch fester zemintiert. Und gleichzeitig einen Crossover in die Electro-Pop Szene geschafft.

Auf dem Fusion Festival hat Deutschland die Band für sich endeckt. Jetzt steht das Trio auch im Line-Up des Reeperbahn Festivals. Auf dem Weg nach Norden haben Rebecca, Emily und Lucy auch in München vorbeigeschaut, um einen Gig im Feierwerk zu geben. Sie haben mit M94,5 über Liverpools Szene, Sexualisierung und Pop-Musik gesprochen.

M94.5: Die Musik von Stealing Sheep ist eine Mischung von Dream-Pop, Folk und Elektro. Aber im Interview für " The Rolling Stone Magazin" habt ihr selber euren Sound als "doomy sugarpop" bezeichnet. Seid ihr immer noch mit dieser Definition einverstanden?

Emily: Oh, ja!

Lucy: Eigentlich gibt es keine richtige oder falsche Bezeichnung. Es ist nicht gut die Etiketten auf Genres zu kleben. Man kann es so oder so nennen. Oder sagen, dass es ähnlich zu diesem oder jenem klingt!

Rebecca:
Es ist generell schwierig die Musik zu beschreiben. Und es ist immer gut, irgendwelche visuellen Referenzen zu verwenden oder Geschmack auszudrücken. Wie zum Beispiel süß oder salzig. Du kannst schon sagen: "Hey, heute klingen wir vielleicht verzuckert." Es gibt die Zeiten, wenn unser Sound dunkel ist. Das verändert sich auch ständig. Seit der Bandgründung entwickeln wir unsere Gittarenmusik weiter und fügen verschiedene Elemente hinzu, wie zum Beispiel Elektro.

Könnt ihr trotzdem eine Definition von guter Popmusik geben

Lucy: Ich würde sagen, gute Popmusik sind "The Beatles"

Emily: Yeah, gute Antwort.

Rebecca: Ich glaube, guter Pop ist smarte, etablierte und interessante Musik. Wenn man was ehrliches drin hat. Weißt du, wie im Beach Boys Song "God Only Knows". Das ist einfach so ehrlich. Und das macht guten Pop aus: Texte, die die Menschen emotional und persönlich berühren.

Es wird immer in den Vordergrund gestellt, dass ihr eine reine Frauenband seid! Inwiefern fühlt ihr euch dadurch auf euer Geschlecht reduziert?!

Emily: Im Laufe der letzten zwei Jahre hatten wir schon viel damit zu tun. Das ergibt sich aus unserem Wunsch, eine besondere Wahrnehmung bei anderen zu erzeugen. Es gab schon Zeiten, als wir uns Mühe gegeben hatten, attraktiv oder feminin auf der Bühne auszusehen. Aber es war kein echtes Bild von unserer Persönlichkeit. Jetzt hat es sich geändert. Wir wollen Musik repräsentieren - diese akkustische, träumerische Reise halt. Wir wollen nicht uns zeigen, sondern das was wir machen. Im gewissen Sinne ziehen wir da eine Grenze, zwischen uns und der Kunst, die wir machen. Obwohl man das auch nicht von einander trennen kann. Oh, weiß nicht, wie würdest du es bezeichnen?

Rebecca: ... Musik an sich ist schon eine Projektion von uns.

Emily. Ich würde nicht auf die Bühne gehen und dabei sagen: "Hey, guck mal, da singen die Frauen". Dann machst du...

Rebecca: ...es dir zu einfach.

Gibt es etwas in Liverpool, ohne das ihr nicht leben könntet?

Lucy: Ich kann nicht ohne all die Menschen da leben.

Emily: Ja, Menschen. Innerhalb der Szene bist du auch sehr eng mit anderen verbunden.

Rebecca: Du fühlst dich wie Alice in Wunderland. Ich glaube, das ist die beste Metapher von Liverpool. Da gibt's so viel zu tun, auch so viele Möglichkeiten zu Kolaborationen. Die ganze Stadt ist eine Art Kunstgemeinde.

Die besten Momente des Interviews gibt es oben auf der Seite zum Nachhören.

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